Wer weiß es? Zu welchem Krimi gehört dieses Bild?

Krimis begleiten mich, seit ich lesen kann. Als Kind las ich alles, was die Bücherei zu bieten hatte: Enid Blyton, TKKG, Emil und die Detektive,…

Mit dem Älterwerden hat sich meine Freude am Lesen der Krimis gefestigt. Und erweitert. Ich schaue mir ebenfalls gerne Krimis an. Sonntags gibt es den Tatort und ansonsten schaue ich, was das Genre Krimi in der ARD zum Beispiel zu bieten hat. Sehr gerne auch diese, die in anderen Ländern spielen. Portugal, Bretagne, Schweiz – mag ich alles.

Manchmal werden tolle Aufnahmen gezeigt und genau damit hängt dieses Bild zusammen. Wer weiß es? Zu welchem Krimi der ARD Mediathek passt dieses Bild?

Wer eine Idee hat – bitte im Kommentar posten. Ich bin gespannt, ob es jemand herausfindet.

Frohes Rätseln!

Adventskalender mit guten Nachrichten

Im letzten Jahr gab es als Adventskalender gute Nachrichten. An jedem Tag fand sich eine gute Nachricht als Blogeintrag. In diesem Jahr gibt es gute Nachrichten für die Ohren. Auf dem Tachelespodcast, den ich mit Jakob gemeinsam gestalte, gibt es jeden Tag eine gute Nachricht, die man sich anhören kann.

Bis jetzt gab es gute Nachrichten für Fahrradfahrer und für alle , die sich Sorgen um den Gevatter Rhein gemacht haben. Mal sehen, was es heute gibt. Nachhören könnt ihr das hier:

https://tachelespodcast.de

Viel Spaß beim Hören!

Haltungsfragen-Eine Geschichte aus der Nachbarschaft

Wir wohnen in einer kleinen Nebenstraße. Unser kleines Häuschen ist eingebettet in eine Straße, die aus zusammengewürfelten Immobilien besteht. Ein bunter Strauß der Wohnmöglichkeiten. Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser tummeln sich aneinandergereiht zwischen mageren Grünflächen. Als hätte ein Kleinkind auf der Anlage seiner Modelleisenbahn die übrig gebliebenen Häuser nach Lust und Laune hingeworfen. Neben unserem kleinen Hexenhäuschen, steht zum Beispiel die stattliche Villa der Familie Stertz. Frau Stertz mag ich. Sie ist eine sehr angenehme Person. Den ganzen Tag zu Hause, kümmert sie sich liebevoll um ihr Haus und das Anwesen. Früher auch noch um die Kinder, aber die haben zum Studieren das Weite gesucht. Seit dem wohnt Ferdi bei Familie Stertz. Ferdi ist ein Rauhaardackel, der so lang wie breit ist und sich über alles und jeden freut. Vorzugsweise über alles, was Hunde nicht fressen sollten. Aber auch über jede streichelnde Hand. Am liebsten das des Frauchens, weshalb er sich ihr immer in den Weg stellt, wenn sie zum Beispiel versucht dem Unkraut im Garten beizukommen. Und wenn sie schon mal dabei ist, häusliche Pflichten zu erledigen, übernimmt sie manchmal auch unsere. Sie rollt nicht nur ihre eigene Mülltonne zuverlässig zum richtigen Termin heraus auf die krumme Straße, auch unsere wird mit dazu gestellt. Wir vergessen das oft oder stellen die Tonne zum falschen Termin an den Straßenrand. Frau Stertz rollt dann beide Tonnen wieder an ihren häuslichen Platz. Ohne Kommentar. Ohne Verbesserungsvorschläge. Sie nimmt wortlos hin, dass wir andere Qualitäten haben und Termine überblicken zu ihren Kompetenzen zählt. Dafür wird Frau Stertz stets mit einem Stück Kuchen bedacht, wenn ich Käsekuchen backe. Insgesamt verbindet uns eine gute Nachbarschaft. Das ist nicht selbstverständlich. Frau Stertz und ich wissen das. Manchmal übernehme ich den Spaziergang mit Ferdi, wenn Frau Stertz mal krank ist oder sie mit ihrem Mann ins Theater geht. Ferdi freut das, glaube ich. Bei uns darf er auf dem Sofa sitzen und es gibt Hunde-Leckerchen, mit denen er sich arrangiert hat. Menschen-Leckerchen wären ihm lieber, aber bevor er gar nichts bekommt, nimmt er das, was er kriegen kann.

Ein völlig anderes Verhältnis haben wir zu unserem Nachbarn gegenüber. Ich würde das passenderweise als Nicht-Verhältnis beschreiben. Das Haus, das unserem gegenüber in der Straße steht, ist ein Mehrfamilienhaus. Vier Wohnungen finden sich unter dem roten Dach. Besagter Nachbar mit dem Allerweltsnamen Herr Meier wohnt rechts unten und ist Eigentümer des Hauses. Die drei anderen Wohnungen sind vermietet. Die Mieter sind Lastwagenfahrer, Pilot und Krankenschwester und ihren Berufen entsprechend wenig zu Hause. Da haben sie meines Erachtens viel Glück gehabt, denn Herr Meier ist ein Unsympath. Das ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung. Bestimmt gibt es Menschen, die Herrn Meier schätzen. Für was, kann ich mir jedoch nicht vorstellen.

Herr Meier ist der Nachbar, den man niemanden wünscht. Er lässt seinen Hund morgens einfach vor die Tür und es scheint ihn nichts anzugehen, dass sein Vierbeiner bei den Nachbarn (also zum Beispiel in unserem Vorgarten) seine Notdurft verrichtet. Er nimmt keine Pakete für die Nachbarn an, parkt Einfahrten zu und hat noch nie einen der Nachbarn gegrüßt. Er kümmert sich nicht um Bäume und Hecken, die auf seinem Grundstück wachsen, was bei seinen Nachbarn rechts und links zu gewissem Unwillen führte. Schließlich müssen sie sich um ausufernde und über den Zaun herüberwachsende Büsche und Bäume des Nachbargrundstücks kümmern. Dies ist nicht nur Zeit- und Kostenintensiv, es ist einfach ärgerlich. Herrn Meier interessiert das nicht. Er wohnt isoliert von seinem Umfeld in seiner Welt. Meiner Ansicht nach genau so, wie er es möchte. Weit ab vom Leben seiner Nachbarn. Die würden sich das auch wünschen. Ein Leben ohne Herrn Meier – aber so viel Glück haben wir leider nicht.

Herr Meier ist ein Mann, der schätzungsweise um die sechzig ist. Bis jetzt war er gut zu Fuß und sah rüstig aus. Allerdings scheint er seit dieser Woche einen Haltungsschaden zu haben. Frau Stertz ist das auch aufgefallen. Sie tippt auf einen Bandscheibenvorfall. Ihr Mann Jochen hatte das auch schon mal und bewegte sich genauso fort, wie das Herr Meier nun auch tut. Wie auf Eiern balancierend schiebt er sich auf der Straße Stück für Stück über den Asphalt. Viel Strecke macht er dabei nicht. Wenn er seinen Hund nicht schon bei den Nachbarn sein Geschäft erledigen lassen würde, wahrscheinlich würde er jetzt damit anfangen. Denn an spazieren gehen, ist jetzt nicht mehr zu denken. Herr Meier kann froh sein, dass er es von der Haustür bis zum Auto schafft. Seine Körperhaltung ist miserabel und es scheint so, dass er um zwanzig Zentimeter geschrumpft ist.

Bei Herrn Meier muss man sich jedenfalls nicht fragen was zuerst da war: Die innere miese Haltung oder die äußere? Das Innere war schon morsch – da musste der Körper nur noch nachziehen. Ich würde mir wünschen, dass es Herrn Meier bald besser geht. Wenn sein Körper es hinbekommt wieder Haltung zu bewahren, dann klappt es vielleicht auch mal mit der inneren Haltung. Vielleicht rege ich das mal an, wenn ich ihn das nächste Mal auf der Straße sehe, er mich nicht grüßt, dafür aber meine Einfahrt blockiert. Aber erst, wenn Herr Meier wieder gerade gehen kann.