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Lieblingsplätze vor der Haustür

Dank Corona ist das Reisen mehr als erschwert. Gut, wenn es zuhause schöne Plätze gibt. Bei mir ist das eine Bank auf der Terrasse. Im Liegen hat man eine schöne Aussicht (siehe oben!). Schöne Plätze finden sich überall, wo sind eure? In der Küche? Im benachbarten Park? Auf dem Balkon? Entspannen kann man an vielen Orten und das tut der Gesundheit gut!

Urlaub im Alltag, die 4te

Die erste Tasse Tee oder Kaffee in Ruhe trinken. Vielleicht lohnt es sich, wenn möglich, dafür nach draußen zu gehen…In meinem Garten zwitschern die Vögel um die Wette und der Hahn des Nachbarn kräht über Stunden. Hin und wieder kräht auch ein Nachbar, aber das eher selten… Mit etwas Glück lässt sich die Ruhe des Morgens in den Rest des Tages herüberretten.

Nachbarschaftskrieg oder: Ein Mann ist unzufrieden

Seifenblase2

Wer freut sich nicht auf das Rentnerdasein: Ausschlafen, wenn einen bis dahin die senile Bettflucht noch nicht ereilt hat. Den eigenen Interessen nachgehen…den eigenen Interessen nachgehen? Es ist ja gut, wenn Mann welche hat. Statistisch gesehen haben es da Männer schwerer als Frauen. Frauen treiben schon während ihres alltäglichen Arbeitslebens auf unterschiedlichsten kulturellen Gebieten ihr Unwesen. Tun sie das nicht, so stricken, häkeln und sticken sie, was das Zeug hält oder die Freizeit her gibt. Der Mann hingegen ist in Handarbeitskreisen definitiv nicht vertreten. Was macht er mit der vielen freien Zeit (wenn man Glück hat vielleicht Sport – soll ausgleichend wirken), wenn er beruflich nicht mehr gebraucht wird? Wenn das Pensionsalter da ist, die Verabschiedung mit Händedruck vom Chef und kleiner Anerkennung in ein paar Stündchen abgehandelt wurde, reift die Erkenntnis, dass die Arbeit, die vorher der Lebensinhalt gewesen war, nun ein anderer oder vielleicht sogar eine andere erledigt. Vielleicht sogar besser. Eine Seifenblase, die den Namen „Mein Leben“ trägt, zerplatzt. Ich glaube, dass es nur so zu Geschichten wie diese kommen konnte:
Man stelle sich jemanden vor, der sein Leben damit verbracht hat vermeintlich wichtig zu sein. Im eigenen Betrieb (es wird gemacht, was ich sage!), zu Hause (meine Frau kann das nicht alleine!) und auch sonst. Wir sprechen hier von einem Mann, der sich stets für den Nabel der Welt hielt (sicherlich haben hier seine Eltern eine gewisse Mitschuld zu tragen) und sein ganzes Umfeld so ausgesucht hat, dass er stets als klug, erhaben und ein klitzekleines bisschen arrogant durchs Leben gehen konnte. Dass sein Umwelt ihn stets ein wenig wohlwollend belächelte, sollte hier nicht unerwähnt bleiben. Auch nicht, dass dieser Mann nun das Rentenalter erreicht hat. Sehr zum Missfallen seines Umfelds. Ohne auf die sicherlich sehr persönliche Misere der Ehefrau eingehen zu wollen, muss nun das nachbarliche Umfeld als Ausgleich für das fehlende herumzukommandierende Arbeitspersonal herhalten. Was dies bedeutet, kann sich wohl jeder Nachbar vorstellen. Plötzlich werden zusätzliche Dächer aufgestellt (my home is my castle – was bei einem Reihenhaus mit 280 Quadratmeter Grundstück grundsätzlich schon lächerlich ist), Torbögen verändert und mit Briefen darauf hingewiesen, was man zu tun und zu lassen hat. Man möchte ihn bei der Hand nehmen, ihm sagen, dass alles nicht so schlimm ist und ihm einen Kaufmannsladen schenken. Dann wäre es vielleicht möglich, dass er sich als Ladeninhaber noch einmal wichtig fühlen kann. Leider bringen die Nachbarn dafür nicht mehr das nötige Wohlwollen auf, das einem Dreijährigen eigentlich gebühren sollte. Wie auch, schließlich sitzt einem vor Gericht ein graubärtiger Miesepeter gegenüber, der einen verklagt hat, weil man die Hecke um drei Zentimeter zu viel geschnitten hat, um es mal auf den lächerlichen Tatbestand zu reduzieren. Die Hecke steht hier nur stellvertretend für all die Lächerlichkeiten in Haus und Garten, die noch kommen werden. Angefangen von der exakten Zaunhöhe und Ankündigungsfristen, was den Heckenschnitt betrifft. Da fragt man sich als Nachbar, wie es nach 25 Jahren guter Nachbarschaft sein kann, dass aus dem etwas lächerlichen, aber durchaus nicht ganz unsympathischen Nachbarn innerhalb kürzester Zeit ein Rumpelstilzchen und Paragraphenreiter werden konnte? An dieser Stelle sollte noch erwähnt werden, dass es selbstverständlich ein weibliches Pendant zum Rumpelstilzchen gibt. So viel Gleichberechtigung muss sein. Allerdings treiben die sich glücklicherweise in der Lebensrealität von anderen herum (jeder bitte nur ein Kreuz!).
Von außen möchte man dem Rumpelstilzchen zurufen: „Mach was aus Deinem Leben! Jeder ist wichtig, auch Du!“. Vielleicht ruft man das auch besser seiner Frau zu.

Ganz normale Leute und Nachbarn

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Ein Dorf. Es ist ruhig auf der Nebenstraße. Es ist ein ganz normaler Wochentag. Die Sonne wird in der nächsten halben Stunde verschwinden. Eine junge Frau sitzt auf der Bank vor ihrem Haus. Sie genießt die letzte Wärme der ersten Frühlingssonne. Außer ihr ist niemand auf der Straße. Ab und an fährt ein Auto vorbei. Es ist still. Dann hört die Frau ein Geräusch, das leise aus der Ferne näher kommt. Sie schaut auf und entdeckt einen alten Mann, der sich langsam auf Krücken die Straße entlang bewegt. Er macht dieses schleifende Geräusch. Offenbar hat er Schwierigkeiten seine Füße zu haben. Die Frau schaut zu dem Mann hinüber, aber der sieht sie nicht. Er geht langsam, einen Fuß vor den anderen setzend. Als er auf der Höhe des Hauses gegenüber stehen bleibt, ist die Frau kurz davor ihn anzusprechen. So etwas wie „Guten Abend, ist die Sonne nicht ganz wunderbar?“ schwebt ihr vor. Bevor sie es aussprechen kann, beobachtet sie, wie der Mann, wackelig auf seinen Krücken balancierend, vorsichtig einen Fuß vom Gehweg hebt. Eine schnelle Bewegung, die sie dem Mann gar nicht zugetraut hätte, befördert eine beachtliche Menge des Kieses aus der Einfahrt des Hauses gegenüber auf den Gehweg. Der Mann setzt den Fuß ab und schlurft den Weg weiter entlang. Der Blick der Frau bleibt auf dem Kies haften, der nun nicht mehr in der Einfahrt liegt, sondern über den Fußweg und Straße verteilt herumliegt. Was den alten Mann zu dieser kleinen Gemeinheit getrieben haben könnte, beschäftigt sie noch, als die Sonne verschwindet und sie es ins Haus zieht.
Einige Tage später fegt die Frau von gegenüber, wie jeden Tag mindestens ein Mal, den Kies in ihre Einfahrt zurück. Die andere Frau kommt aus dem Haus und setzt sich wieder mit einem Buch auf die Bank. Beide Frauen winken sich zu. Die Frau mit dem Besen in der Hand ruft zu ihrer Nachbarin hinüber: „Ich weiß auch nicht was da los ist. Immer liegt der Kies auf dem Fußweg. Ich kehre ihn jeden Abend in unsere Einfahrt zurück. Wenn ich aber am nächsten Tag von der Arbeit nach Hause komme, liegt er wieder verstreut auf der Straße. Naja (sie winkt ab), bestimmt ist das ein Vogel gewesen. Oder ein anderes Tier. Vielleicht war es auch der Wind. Aber komisch ist das schon.“ Die Frau auf der Bank legt ihr Buch neben sich und klärt ihre Nachbarin darüber auf, dass der Grund weder in der Tierwelt noch beim Wetter zu suchen ist. So erfährt die Nachbarin das der Übeltäter ein Zweibeiner ist, dem es zwar an Flügel fehlt, aber der dafür mit Gehhilfen ausgestattet ist.
Am nächsten Tag sieht die Frau schon beim Einbiegen in ihre Straße, dass vor der Einfahrt ihrer Nachbarn mehrere Menschen stehen und streiten. Sie erkennt, dass umringt von der gesamten Familie des Hauses der alte Mann steht. Offenbar ist er erwischt worden. Jetzt erhält er eine Standpauke. Erfolgreich, denn er sammelt, auf Krücken balancierend, die Steine in die Einfahrt zurück. Der Blick des alten Mannes trifft den Blick der Frau, als diese aus dem Auto steigt. Sofort überlegt die Frau, ob jetzt in Zukunft ihr Vorgarten unter dem alten Mann leiden wird. Ein Blick in ihren eigenen Garten lässt sie aufatmen. Sie hat ja gar keinen Kies. Aber Tulpen, Narzissen, Hyazinthen…. Sie seufzt und beschließt, dass sie heute die Bank meiden wird. Sonne hin oder her. Den Blick des alten Mannes im Rücken spürend, geht sie ins Haus. Die Frage nach dem „Warum“ schiebt sie beiseite. Vorerst.

Wattenmeerelfen-Pate gefunden!

Hühnerherberge für Wattenmeerelfen-2

Einen besonderen Dank an unseren neuen Wattenmeerelfen-Paten!

Platz ist bekanntlich in der kleinsten Hütte und hier mussten die Hühner ein wenig zusammen rücken, um für den besonderen Überwinterungsgast Platz zu schaffen. Die Wattelfe hat es nun kuschelig warm und wird sich sicher schnell an die neuen Mitbewohner gewöhnen. Eine Wasserstelle gibt es in auch in der Nähe – ein Traum für jede Wattenmeerelfe!

Wer ebenfalls ein kleines warmes Plätzchen für eine Wattenmeerelfe in Keller, Gartenhaus, oder Hühnerstall schaffen kann und Wattenmeerelfen-Pate werden möchte, der schreibt einfach eine Mail an: info@loulila.de