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Da geht es hin, das Dänemark…

Dänemark ist ein so schönes langsames Land…leider geht der Urlaub trotzdem zu schnell vorbei.

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Nur noch ein Kapitel…

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dann ist das Kinderbuch von und mit der kleinen Elfe, die am Watt wohnt und nicht länger in Deichhöhlen wohnen will, fertig. Das müsste mich mit Freude erfüllen, denn ich habe viel Zeit mit der kleinen Wattenmeerelfe verbracht, damit das Buch über sie fertig wird. Mit Ihr habe ich den Deich erkundet, das Meer und das Watt genossen. Wir haben über die Deichhöhlen geschimpft und zusammen nach Alternativen gesucht. Mit ihr bin ich an der Küste in Gummistiefeln durch den Schlick geschlittert – dem Regen zum Trotz. Höhen und Tiefen haben wir zusammen durchgestanden. Ich habe versucht die Wattenmeerelfe vor Gefahren zu bewahren (soweit möglich), mit ihr nach neuen Wegen gesucht (wenn diese vorhanden waren) und ihr immer wieder ihre Mütze gereicht, wenn sie diese benötigte. Wenn sie wieder mal bis zum Hals im Schlamm steckte, habe ich sie herausgezogen. Wenn mich der Möwendreck traf, haben wir zusammen gelacht, bis die Tränen das Meer zum Überlaufen brachten. Das war schön, auch wenn wir dann Ärger bekamen, mit wem wird nicht verraten.

Während ich ihr Leben gezeichnet habe, hat sie meins auf den Kopf gestellt. Nun haben wir nur noch ein Kapitel zusammen. Die Zeit bis hierhin war schön. Ich habe sie in mein Herz geschlossen. Drei Mal feste schlucken soll helfen. Wie traurig können Wattelfen werden? Trauriger als Menschen? Aber ein Ende führt, wenn man Glück hat, zu einem neuen Anfang. Wenn die Elfe Lust hat, gibt es vielleicht noch ein Buch. Ich frag sie mal…

mutze

So sieht sie aus, die Wattenmeerelfe!

Wattenmeerelfe Deich

Das Schreiben meines Kinderbuchs neigt sich langsam dem Ende entgegen. Da hat es etwas mit den Sommerferien gemein. Ich befürchte, dass die Ferien schneller beendet sein werden, als mein Kinderbuch. Trotzdem wird es Zeit sich um die Illustration der Geschichte zu kümmern. Habe ich gemacht: So sieht sie letztendlich aus – die Wattenmeerelfe. Und wer genau hinguckt, kann im Hintergrund den Leuchtturm von Forum sehen. Womit auch klar wäre, wo die Geschichte spielt: An der ostfriesischen Nordsee – wo sonst sollten Wattenmeerelfen leben?

In der Dunkelheit

Mond

Sie war allein. Alle anderen waren schon vor Stunden in tiefen Schlaf gesunken. Die Nacht war hereingebrochen und außer ihr hatte es niemand bemerkt. Mit der Dunkelheit war die Stille über den Deich hereingebrochen. Nur der Wind pfiff hin und wieder leise. Sie schaute auf das Watt. Die Flut setzte erst in einigen Stunden ein. Es würde sie viel Mühe kosten die Augen offen zu halten. Heute Nacht wollte sie nicht schlafen. Vielleicht war es das letzte Mal, dass sie der Flut zusehen würde. Es würde bald alles anders werden. Manchmal hatte sie Angst. Angst vor dem was kommen würde. Im Angesicht des Mondlichts war das zum ersten Mal nicht so. Obwohl sie sehr müde war, spürte sie in dieser Nacht nur eine Freude, die das Unbekannte in ihr verursachte. Sie wusste nicht was geschehen würde und das erste Mal in ihrem Leben freute sie das. 
 
Stets hatte sie die Angst getrieben und das Gefühl, dass sie so gern hatte: Sicherheit. Sie hatte viel dafür in Kauf genommen und erst spät begriffen, dass sie dafür einen zu hohen Preis bezahlte. Das Leben, das sie führte war schon lange nicht mehr so, wie sie es sich selbst gerne vorzumachen versuchte. Die Höhlen, der Deich, die Strandkörbe…das Leben sollte anders sein. Sie sollte anders sein. Sie musste sich bewegen, damit sich endlich etwas bewegte. Sie schaute in den Mond und fühlte, dass alles im Wandel war, ob sie sich dagegen wehrte oder nicht. Als die Wattelfe kurze Zeit später den Kampf gegen den Schlaf verlor, galt ihr letzter Gedanke dem Mond und dass sie allein für ihre Zukunft verantwortlich war. Das war ein beruhigender und schöner Gedanke, der sie in den Schlaf begleitete.