Archiv der Kategorie: Gesellschaft

Bahnfahrerinnen-mal wieder

Für vieles kann die Bahn verantwortlich gemacht werden: Unpünktlichkeit, fehlende Wagons, horrende Preise…. Für all dies könnte man flammende Wutreden verfassen. Aber für etwas kann die Bahn nichts! Die Bahn kann nichts für ihre Nutzer und Nutzerinnen.

Die Geschichten aus dem Leben sind die unglaublichsten. Dennoch ereignete sich folgende Situation heute im IC von Münster nach Hamburg. Reality TV, quasi ohne TV. Allerdings gab es bewegte und bewegende Bilder. Im überfüllten Zug. Alle Sitzplätze waren belegt, die Reservierungen ausgereizt und auch die Plätze auf den Gängen wurden knapp! Alle Plätze? Nein, ein Platz war frei und nicht reserviert. Er befand sich neben einer alten Dame. Außer mir fragten noch 354 (vielleicht waren es auch ein paar weniger) andere Passagiere besagte Dame, ob der Platz an ihrer Seite noch frei sei. Stets verneinte sie in knappem Ton. Außer mir zogen alle weiter. Nur ich blieb im Gang, weil ich lieber auf meinem Rucksack saß, als weiter durch die Gänge zu irren. Ich musste die alte Dame im Auge behalten (etwas anderes wäre mir lieber gewesen). Mit dem Ergebnis, dass der Platz neben ihr frei blieb. Ich begann mich zu fragen, ob sie den Platz für ihre Beinfreiheit verteidigte. Im Angesicht der vielen Passagiere, die alle stehen mussten, mutete der Gedanke recht aberwitzig an. Je länger dieser Zustand jedoch andauerte, desto wahrscheinlicher wurde dies aus meiner Sicht. Als ich mir mit einem Sprint einen frei werdenden Platz im Nachbarabteil gesichert hatte, überlegte ich, was zu tun sei. Ich wollte besagte Dame konfrontieren und sie fragen, für wen sie während der letzten neunzig Minuten den Platz verteidigt hatte!?

Ich legte mir die Sätze zurecht. Ob sie sich nicht schäme? Warum sie so rücksichtslos agiere? Ich überlegte mir mögliche Konter…als ich alles bedacht hatte (2 Stationen später), machte ich mich gewappnet auf den Weg. Die Dame und ihre imaginäre Begleitung waren ausgestiegen.

Das kommt davon, wenn Spontanität wohl überlegt ist!

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Ein neuer Tachelespodcast ist online! Nr.71: Weniger ist mehr

In dieser Folge beschäftigen sich Frau Dings und Herr Bums mit dem Thema: Weniger ist mehr. “Die Wendung stellt auf den ersten Blick eine paradoxe und unsinnige Aussage dar, denn ein Weniger kann nicht Mehr sein.” (Wikipedia) 
Richtiger wäre: “Mehr ist mehr!”, wie Georgette Dee & Terry Truck in ihren Greatest Hits besingen. 
Wer jetzt noch nicht durcheinander ist, wird es vielleicht dadurch, dass sich die anfängliche These: Weniger ist mehr, als paradoxe Aussage wieder verkehrt, in dem der aktuelle Hype durch Ratgeber unterstützt wird, die proklamieren, welche Neuanschaffungen getätigt werden sollen, um sich zu verkleinern oder welche neuen Einkaufsbeutel benötigt werden und vielleicht auch, welches neue Auto.

Da stimmt doch etwas nicht im Denken.

Danke an Herrn Bumms für das tolle Foto!

Urlaub im Alltag, die 4te

Die erste Tasse Tee oder Kaffee in Ruhe trinken. Vielleicht lohnt es sich, wenn möglich, dafür nach draußen zu gehen…In meinem Garten zwitschern die Vögel um die Wette und der Hahn des Nachbarn kräht über Stunden. Hin und wieder kräht auch ein Nachbar, aber das eher selten… Mit etwas Glück lässt sich die Ruhe des Morgens in den Rest des Tages herüberretten.

Urlaub im Alltag die 3te

Beim gestrigen Brötchen holen startete ich einen weiteren Selbstversuch und machte einen Umweg über die Felder. Ich war länger unterwegs, aber die Strecke erinnerte mich an einen vergangenen Urlaub auf Fehmarn. Promt stellte sich ein kleines Urlaubsgefühl ein, obwohl ich eigentlich nur Brötchen holen wollte. Entspannter als sonst ließ ich mir den Wind um die Nase wehen und die Sonne schien mir ins Gesicht.

Das Urlaubsgefühl hielt an. Vorteilhaft war in diesem Zusammenhang, dass der gestrige Tag ein Samstag war! Trotzdem: einen Kurzurlaub im Alltag einzuplanen lohnt sich immer!

Ich weiß, das klingt einfach (ist es auch). Was ist mit den Kindern, die noch klein sind? Was ist mit den vielen Aufgaben, die zu erledigen sind? Aber: Es findet sich immer eine Möglichkeit, etwas anders zu machen und sich den Kurzurlaub in den Alltag zu holen. Die Kinder könnten mitgenommen werden, die Aufgaben können später erledigt werden. Wenn man entspannt ist, fällt einem alles leichter, Eben auch die anstehenden Aufgaben. Gestern Morgen war es eine halbe Stunde, die ich länger unterwegs war. Das positive Gefühl hielt den ganzen Tag an!

Ferienzeit-Reisezeit…alle guten Dinge sind 3

Es gibt viele Geschichten übers Reisen. Heiter, spannend und informativ. Wo gibt es was? Welches Meer ist das blaueste? Und: Wie kommt man dahin???

Die entscheidende Frage!

Die Bahn, ein überstrapaziertes Thema. Nicht nur von mir. Als ich noch Studentin war und täglich zu Uni pendelte, stritt ich mich mit einem Mitfahrenden darüber, wer von uns das Buch über die Pannen mit der Bahn schreiben würde. Das ist nun auch schon 25 Jahre her!

Es wäre einfach zu erklären, ich habe mir eine BahnCard angeschafft, um einen Bestseller zu schreiben. Gelogen wäre es auch. Ich fahre Bahn, weil mir die Autobahnen zu voll und die Umwelt zu wertvoll sind. Wahr ist auch, dass alle sechs Bahnfahrten seit meiner Errungenschaft nicht wie geplant verliefen. Züge fielen aus, verspäteten sich, hatten einen Lokschaden und Anschlusszüge wurden verpasst. Aber vielleicht schreibe ich doch noch das Buch über die Pannen mit der Bahn. Damit könnten sich alle Bahnfahrer identifizieren…

Ein neuer Tachelespodcast ist online: TP 63 Das innere Kind

tachelespodcast.de

“Das Innere Kind gehört zu einer modellhaften Betrachtungsweise innerer Erlebniswelten, die durch Bücher von John Bradshaw und Erika Chopich/ Margaret Paul bekannt wurden. Es bezeichnet und symbolisiert die im Gehirn gespeicherten Gefühle, Erinnerungen und Erfahrungenaus der eigenen Kindheit. Hierzu gehört das ganze Spektrum intensiver Gefühle wie unbändige Freude, abgrundtiefer Schmerz, Glück und Traurigkeit, Intuition und Neugierde, Gefühle von Verlassenheit, Angst oder Wut. Das Innere Kind umfasst alles innerhalb des Bereiches von Sein, Fühlen und Erleben, welches speziellen Gehirnarealen zugeordnet wird.[1] S. 20/21 Die Arbeit mit dem Inneren Kind funktioniert nach dem Prinzip der beabsichtigten, bewussten, therapeutischen Ich-Spaltung zwischen dem beobachtenden, reflektierenden inneren Erwachsenen-Ich und dem erlebenden Inneren Kind.” https://de.wikipedia.org/wiki/Inneres_Kind.”  https://de.wikipedia.org/wiki/Inneres_Kind