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Wenn Achtsamkeit unter den Nägeln brennt

Achtsamkeit und mit sich achtsam umgehen ist im Trend. Ich dachte: Das ist nützlich für mich und mein Wohlbefinden. Nicht der Trend, aber der Umstand mehr auf sich acht zu geben. Entspannungsübungen sind gut und bereichern meinen Alltag. Achtsamkeitsübungen lassen sich sicher ebenso gewinnbringend einbauen. So viel zum Plan.

Gesagt getan: Die Achtsamkeitsübung sah vor eine Teetasse zu spülen. Und das sehr achtsam!!! Was das bedeutet? Die Konzentration auf die Teetasse fokussieren. Farbe, haptische Beschaffenheit, der Ton des blubbernden Spülwassers,….

Wasser eingelassen, Tasse rein und los. Teetasse spülen und dabei alle oben genannten Faktoren berücksichtigen. Bis die Tasse gespült war hat alles gut funktioniert.

Dann war da die gespülte Tasse, eine Menge sauberes Spülwasser und weiterer Dreck, den man hätte beseitigen können. Ich habe mit mir gerungen. ‚Lass die Achtsamkeit die Oberhand gewinnen‘. ‚Lass die Küche dreckig‘.

Um es kurz zu machen: Die Küche hat gewonnen. Die Achtsamkeit ist im Spülwasser versunken.

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Blauer Himmel, Vögel und Kaffee

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Nach eigenen, über JAHRZEHNTE akribisch durchgeführten internen Ermittlungen, bin ich zu dem unumstößliche Ergebnis erlangt: Es gibt kein dazwischen! Es gibt nur entweder oder. Entweder Morgenmensch oder Abendmensch. Es muss mehr Abendmenschen geben. Wäre es anders, würde ich nicht jeden Morgen allein auf der Sonnenterasse dieses netten und einladenden Hotel sitzen. Dabei entgeht allen Langschläfern diese morgendliche Ruhe, das Vogelgezwitscher und dieses Gefühl von: Alles liegt vor mir…es ist so viel Zeit da. Andererseits: Wäre es anders, die Ruhe wäre dahin. Bin ich besser still!

Ferien Sommer XXL

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Wenn alles klein wird, muss anders groß werden. Das ist nicht nur bei Quietscheentchen im Sommer so.

In den Sommerferien kehren sich die Verhältnisse um. Manchmal. Bei einigen. Vor allem bei Kindern, die haben das noch drauf und schaffen spielerisch, was den Großen oft nur mit Mühe und zeitweise auch mit großer Anstrengung nicht gelingen will. Die Arbeit, also die Tätigkeit, welche die meiste Wachzeit des Tages (in manchen schweren Fällen auch die Nachtzeit!) in Anspruch nimmt, wird auf die stille Treppe gesetzt. Die Freizeit wird aus der Versenkung geholt, abgestaubt und rausgeputzt. Dann wird sie von allen Seiten ausgiebig begutachtet. Ungläubig. Im Hintergrund zickt die Arbeit immer wieder etwas und zetert, dass sie keineswegs erledigt sei. Aber wenn man der Arbeit den Rücken kehrt, die Freizeit in den Händen sorgfältig betrachtet, dann könnte die kraftzehrende Tätigkeit leiser werden (Tür zu und Ohropax!) und wenn man jetzt die Freizeit in die Sonne setzt, kann man ihr beim Wachsen zusehen. Vielleicht.