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Ein neuer Tachelespodcast ist online: Demokratie und Vielfalt erwünscht

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Bei der aktuellen politischen Entwicklung erscheint es notwendig Stellung zu beziehen und eine Position einzunehmen, die Haltung demonstriert.

Dabei geht es weniger darum zu sagen: Wo stehe ICH, sondern vielmehr: Wo wollen WIR hin? Dabei bezieht sich das WIR auf: WIR alle.

Dazu gibt es in der aktuellen Zeit (Zitat aus Nr. 50/ Wutanfall des kleinen Mannes) einen interessanten Beitrag. Es geht nicht darum sich einer politischen, ethnischen, geschlechtlichen, sexuellen Gruppierung zuzuordnen. Für uns ist das Fazit aus diesem Artikel: Die Zugehörigkeit zur Gattung Mensch verhindert, dass sich zugehörig bzw. ausgegrenzt fühlen in einer Gesellschaft.
Solange ich zu einer Gruppe Mensch gehöre, wird es schwierig sich von einer Untergruppierung unterdrückt zu fühlen.

Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die sprachliche Mitteilungsebene:
Was wird formuliert?

1. Erwähne ich das, was ich nicht will? Schimpfe ich gegen die Unterdrücker und erzeuge damit den Fokus und die Aufmerksamkeit auf das was ich nicht will?

ODER

2. Erzeuge ich mit meiner Sprache ein Bild vom gewünschten IST-Zustand.
Wir wünschen uns eine Gleich-Berechtigung. Eine Gleich-Berechtigung zwischen Menschen. Aller Menschen. Das Recht auf dieser Erde sein zu dürfen, zu leben und das in Freiheit, Würde und Respekt.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören.

 

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Im Restaurant mitgehört: Ein Ehepaar im Dialog

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Er: Lichtes graues Haar, ungefähr Mitte 50, schlank. Sie: Etwa im gleichen Alter, langes braunes Haar, stark geschminkt, ebenfalls schlank. Beide sehr gepflegt. Während er über seine Brille in die Speisekarte schaut, schiebt sie das Besteck von links nach rechts. Schließlich nimmt sie sich ein Messer und schmiert sich etwas von der angebotenen Kräuterbutter auf eines der kleinen Brötchen. Sie rutscht auf ihrem Stuhl etwas hin und her, während er nach wie vor in die Speisekarte vertieft ist.
Sie: „Wir müssten mal wieder den Rasen mähen.“
Er (ohne die Speisekarte aus den Augen zu lassen): „Hhmm…“
Es entsteht eine kurze Pause. Sie schaut ihren Mann erwartungsvoll an. Vergeblich.
Sie holt Luft und sagt: „Wann machen wir das denn?“
(keine Reaktion)
Sie (etwas lauter): „Schatz! Wann mähen wir denn den Rasen?“
Er schaut noch immer nicht von der Karte auf und sagt leise, wie zu sich selbst: „Morgen Nachmittag?“
Sie schmiert ihr Bröchen weiter, legt das Messer hin und hält einen Moment inne. Bevor sie abbeißt sagt sie: „Hhm. Das ginge.“
Eine weitere kleine Pause. die Frau kaut andächtig ihr Brötchen, dann stutzt sie einen Moment bevor sie sagt: „Ist morgen nicht Donnerstag?“
Er: „Ja.“
Sie : „Fällt morgen Nachmittag denn dein Training aus?“
Er schüttelt, noch immer in die Karte vertieft, den Kopf.
Sie seufzt, beißt erneut in ihr Brötchen, schweigt und kaut.
Damit wäre an dieser Stelle geklärt wer „wir“ ist.