Schlagwort-Archive: Welt

Aus dem Fotoalbum eines Weltenbummlers

Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Auch die Schönheit der Dinge.

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Ein neuer Tachelespodcast ist online: Demokratie und Vielfalt erwünscht

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Bei der aktuellen politischen Entwicklung erscheint es notwendig Stellung zu beziehen und eine Position einzunehmen, die Haltung demonstriert.

Dabei geht es weniger darum zu sagen: Wo stehe ICH, sondern vielmehr: Wo wollen WIR hin? Dabei bezieht sich das WIR auf: WIR alle.

Dazu gibt es in der aktuellen Zeit (Zitat aus Nr. 50/ Wutanfall des kleinen Mannes) einen interessanten Beitrag. Es geht nicht darum sich einer politischen, ethnischen, geschlechtlichen, sexuellen Gruppierung zuzuordnen. Für uns ist das Fazit aus diesem Artikel: Die Zugehörigkeit zur Gattung Mensch verhindert, dass sich zugehörig bzw. ausgegrenzt fühlen in einer Gesellschaft.
Solange ich zu einer Gruppe Mensch gehöre, wird es schwierig sich von einer Untergruppierung unterdrückt zu fühlen.

Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die sprachliche Mitteilungsebene:
Was wird formuliert?

1. Erwähne ich das, was ich nicht will? Schimpfe ich gegen die Unterdrücker und erzeuge damit den Fokus und die Aufmerksamkeit auf das was ich nicht will?

ODER

2. Erzeuge ich mit meiner Sprache ein Bild vom gewünschten IST-Zustand.
Wir wünschen uns eine Gleich-Berechtigung. Eine Gleich-Berechtigung zwischen Menschen. Aller Menschen. Das Recht auf dieser Erde sein zu dürfen, zu leben und das in Freiheit, Würde und Respekt.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören.

 

Aktuelles politisches Geschehen und Strandkörbe

Schöne Welt

Das aktuelle politische Geschehen  macht Angst. Ob es die Ausschreitungen bei der EM sind, Orlando oder die dramatisch ansteigenden Angriffe auf nicht deutsche Einrichtungen, Restaurants oder Unterkünfte.

2015: Dramatischer Anstieg von Gewalt gegen Flüchtlinge

Wo das alles hinführen wird, bringt die Zukunft. Weg führt es von der Freiheit, Toleranz und vom friedlichen Miteinander.

In meinen Wattenmeerelfen -Geschichten finden die Elfen Zuflucht unter Strandkörben.  Vielleicht sollte ich mal frsgen, ob noch ein Plätzchen frei ist.

Ein neuer Tachelespodcast: Was ist hier „wirklich“ los?

Podcast

In dieser Ausgabe des Tachelespodcast, die auch gleichzeitig so etwas wie die Silberhochzeit war da es sich um die 25. Sendung handelte, ging es nur teilweise um die rechtliche Grundlage bei Vergewaltigungen und der Abgrenzung zum sexuellen Missbrauch. Einen großen Teil der Sendung nahmen die aktuellen Ereignisse ein, die sich aus der Silvesternacht 2015 entwickelt haben. Dabei beschäftigten sich Herr Bumms und Frau Dings vor allem mit der Frage, wem die aktuelle Berichterstattung wirklich nutzt. Den Frauen wohl herzlich wenig, wenn man sich den Umgang mit Vergewaltigung und Nötigungen in der Vergangenheit genauer betrachtet. Bleibt also wieder die Frage nach: Wem nützt es? Und: Wer hat einen Vorteil davon? Da lässt es sich spekulieren und natürlich darüber aufregen, je nachdem zu welcher Erkenntnis man gelangt.

Wenn Euch die aktuellen Ereignisse ebenso beschäftigen wie uns, dann hört doch mal rein.
Auf ein Wiederhören freuen sich Herr Bumms und Frau Dings.

tachelespodcast.de

 

Welten, die aufeinander prallen

Welten

Konstruktivismus im Alltag klingt für die meisten sicherlich nicht nach Amüsement. Bei näherer Betrachtung kann dies jedoch durchaus der Fall sein. Kurz und knapp bedeutet Kontruktivismus: Wir gehen nicht mit der Wirklichkeit da draußen um, sondern mit der Interpretation unserer Erfahrungswirklichkeiten (Schmidt). Klingt erstmal abstrakt, ist es bei genauerer Betrachtung jedoch weniger als man denkt. Immer wieder begegnete ich Menschen, die in mir den Gedanken auslösten: Hah! DAS muss Konstruktivismus sein! Auslöser waren stets Situationen, in denen ich mit Reaktionen des Gegenüber konfrontiert wurde, die ich weder verstehen noch einordnen konnte.

Es prallten förmlich Welten aufeinander. Meine und die Welt da draußen, die des anderen. Und dann noch die Interpretation derselben. Während ich mich zum Beispiel noch darüber ärgerte, dass der LKW vor mir im Schritttempo fuhr, löste die Langsamkeit des Fahrers in seiner Lebenswirklichkeit vielleicht Ruhe und Gelassenheit aus, eventuell sogar Glück. Meiner Interpretation nach, wollte er mich ärgern. Kann ja sein, dass es sein Glück war, welches definitiv nicht zu meinem Glück werden würde. Und zum Glück würden wir das nicht ausdiskutieren können. Sein Glück! Fakt ist: Ein LKW fuhr auf der Landstraße vor einem PKW. Wie die Insassen der Wägen die Situation wahrnahmen und beurteilten, wussten sie selbst am besten. Aber beide Interpretationen der Wirklichkeit hatten wenig miteinander zu tun. Wahrscheinlich.

Konstruktivismus lässt sich fast überall entdecken: Als ich vor einiger Zeit im Supermarkt die Regale nach dem für mich richtigen Reis durchforstete, hörte ich, wie auf der anderen Seite des Regals, für mich unsichtbar eine Mutter mit ihrem Kind sprach: Du darfst Dir etwas aussuchen. Eine Süßigkeit. (Vor meinem inneren Auge erschien die andere Seite des Regals. Ich kenne die Süßigkeitenseite sehr gut! Ich habe sie oft betrachtet, fast studiert, die mehrerern Meter verheißungsvollen Nahrungsmittel, die alles sind, was man nicht braucht. Aber auch zu lecker schmecken, um sie ignorieren zu können). Das Kind sollte sich also eine Süßigkeit aus dem Angebot der tausendfachen Verlockungen aussuchen. So weit, so gut. Ich hörte die Mutter sagen: Möchtest Du lieber die Kekse oder lieber Schokolade?  Stille. Du weißt ja, ich habe Dir vorhin erklärt, dass du Dir eine von den Süßigkeiten aussuchen darfst. Vielleicht möchtest du die Kaugummis? Oder doch lieber die Bonbons oder vielleicht die Gummibärchen? Entscheide Dich bitte. Eins davon darfst du Dir aussuchen. Ich wurde etwas unruhig. Ich hatte mich noch nie entscheiden können, wenn ich dieses Regal vor mir hatte. Die Gummibärchen oder die Schokolade? Wenn Schokolade, welche Schokolade? Mit Nuss oder Mandel? Vollmilch? Airschokolade ist auch so lecker, die Luftblasen machen so ein schönes Gefühl auf der Zunge. Das Kind, das in meiner Vorstellung ungefähr fünf bis sieben Jahre alt sein musste, versuchte ich telepathisch zu einer Entscheidung zu beflügeln. Wissend, dass ich selbst mit ihrer Entscheidung überfordert sein würde. Aber vielleicht war das bei dem Kind ja anders? Vielleicht war das ausschließlich mein Problem? Die Stimme der Mutter ließ mich erahnen, dass es da auf der anderen Seite des Regals leider auch nicht so einfach war, wie sie es gerne gehabt hätte. Es war ihr Tonfall, der verriet, dass ihre Geduld langsam drohte knapp zu werden. So, jetzt entscheide Dich bitte. Du weißt, wir haben nicht so viel Zeit. Wir müssen gleich noch in die Stadt. Wir wollten doch noch Schuhe für dich kaufen, das habe ich Dir heute morgen schon gesagt. Und dann müssen wir noch zur Oma. Zur Oma fährst du doch gern, oder? Und tanken müssen wir auch noch. Also bitte, was möchtest Du denn jetzt? Diese Schokolade? Oder lieber diese? Diese! Doch nicht? Lieber doch die Gummibärchen? Diese da? Da ist aber auch Lakritze drin, die magst du nicht. Nein, Lakritze magst Du nicht! Du willst die Bonbons? Sofie! Jetzt entscheide Dich endlich und zeig mir was du möchtest! 

Ich wollte unbedingt Sofie kennen lernen und packte irgendeinen Reis in meinen Einkaufswagen, um mich der Versuchung der anderen Regalseite aussetzen zu können. Als ich um die Ecke bog, sah ich, dass Sofie ein kleines Mädchen von maximal eineinhalb Jahren war, das im Einkaufswagen thronte und wild auf die verschiedenen Leckereien zeigte. Ihre Mutter flitzte verzweifelt (meine Interpretation!) vor dem Regal hin und her. Wahrscheinlich hatte die Frau schon einige Meter an diesem Regal zurücklegen müssen und es freute mich für sie, dass sie flaches Schuhwerk trug. Das erleichterte sicherlich die Rennerei.
Offenbar gab es an diesem Regal drei verschiedene erlebte Wirklichkeiten, die wenig miteinander zu tun hatten, außer, dass sie vor einem Regal stattfanden. Wie man das jetzt interpretiert, darf jeder für sich in seiner Welt entscheiden.