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Endlich fertig: Das Wattenmeerelfenbuch für Kinder und klein gebliebene Erwachsene

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Pünktlich zum Ende der Ferien ist nun endlich das Kinderbuch über die Elfen am Wattenmeer fertig geworden. Jetzt muss es nur noch einen Verleger finden!!

Hier ein kleiner Ausschnitt:

Und nun stand die dunkle Jahreszeit und damit das Leben in den die Deichhöhlen bevor. Das bedeutete: Die schöne Zeit unter luftigen Strandkörben war vorbei. Seit Ivi denken konnte, war ihr diese Zeit verhasst gewesen. Aus einem einzigen Grund: Sie mochte keine Deichhöhlen. Sie konnte und wollte nicht akzeptieren, dass Elfen dort wohnen sollten. Auch wenn diese das seit Jahr und Tag taten. Ivi hörte förmlich ihre Großmutter: „Liebes Kind, wir Elfen haben das schon immer so gemacht. Ich wüsste keinen Grund, warum wir das ändern sollten!“ Ivi fielen da gleich mehrere Gründe ein.

Wer mehr lesen möchte, schickt eine Mail an:

info@loulila.de

Ganz einfach:)

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Nur noch ein Kapitel…

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dann ist das Kinderbuch von und mit der kleinen Elfe, die am Watt wohnt und nicht länger in Deichhöhlen wohnen will, fertig. Das müsste mich mit Freude erfüllen, denn ich habe viel Zeit mit der kleinen Wattenmeerelfe verbracht, damit das Buch über sie fertig wird. Mit Ihr habe ich den Deich erkundet, das Meer und das Watt genossen. Wir haben über die Deichhöhlen geschimpft und zusammen nach Alternativen gesucht. Mit ihr bin ich an der Küste in Gummistiefeln durch den Schlick geschlittert – dem Regen zum Trotz. Höhen und Tiefen haben wir zusammen durchgestanden. Ich habe versucht die Wattenmeerelfe vor Gefahren zu bewahren (soweit möglich), mit ihr nach neuen Wegen gesucht (wenn diese vorhanden waren) und ihr immer wieder ihre Mütze gereicht, wenn sie diese benötigte. Wenn sie wieder mal bis zum Hals im Schlamm steckte, habe ich sie herausgezogen. Wenn mich der Möwendreck traf, haben wir zusammen gelacht, bis die Tränen das Meer zum Überlaufen brachten. Das war schön, auch wenn wir dann Ärger bekamen, mit wem wird nicht verraten.

Während ich ihr Leben gezeichnet habe, hat sie meins auf den Kopf gestellt. Nun haben wir nur noch ein Kapitel zusammen. Die Zeit bis hierhin war schön. Ich habe sie in mein Herz geschlossen. Drei Mal feste schlucken soll helfen. Wie traurig können Wattelfen werden? Trauriger als Menschen? Aber ein Ende führt, wenn man Glück hat, zu einem neuen Anfang. Wenn die Elfe Lust hat, gibt es vielleicht noch ein Buch. Ich frag sie mal…

mutze

Das kürzeste wahre Märchen: Das Reisekrönchen

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Das folgende Märchen ist tatsächlich wahr und wurde mir von einer guten Freundin erzählt. Besagte Freundin fuhr am Wochenende mit ihrem Gatten mit dem ICE der deutschen Bundesbahn von Düsseldorf nach Leipzig. In Frankfurt stiegen sie um. Alles verlief planmäßig. Beim Rückweg war es genauso. Alles planmäßig: ICE – pünktliche Ankunft – passendes Umsteigen und planmäßig zu Hause – wie im Märchen, da passieren auch die unwahrscheinlichsten Dinge! Wölfe können sprechen, Mädchen schlafen hundert Jahre und Züge fahren pünktlich.

Wenn Du dieses Märchen an zehn gute Freundinnen/Freunde verschickst, wird REINGARNICHTS passieren. Wahrscheinlich kommt morgen nicht mal die Bahn pünktlich. Märchen aus, wir GEHEN nach Haus.

Eine neuer Tachelespodcast: James Bonds Frauen. Geschüttelt, nicht gerührt.

Podcast

James Bond. Der Märchenprinz, der seine Vorliebe für geschüttelte Martinis in den letzten Jahren abgelegt hat, aber nicht die Vorliebe für schöne Frauen und schnelle Autos. Der unerreichbare Traum…eines jeden Mannes. Denn beim genauen Hingucken lässt sich feststellen, dass es sich bei der Charaktere des James Bond um einen Männertraum handelt, der nicht so einfach zu erfüllen ist. Selbst wenn Mann bei der nächsten Jobvermittlung oder Umschulungsmaßnahme Geheimagent angeben sollte. James Bond bleibt eine unerreichbare Märchenfigur und als solches funktioniert sie einwandfrei. Interessanter als die Männerfigur, sind jedoch die Frauen, die sich in den letzten Jahren zwar in Punkto Schönheit in nichts nachstehen, aber mit den Jahren immer intelligenter, witziger und schlagfertiger wurden. Bei den Männern blieb es eher an der Oberfläche: gut oder böse, interessiert an schnellen Autos und Frauen, mit denen außer einem amourösen Nachmittag nichts weiter läuft. Auch wenn der neue James mittlerweile so etwas wie Empfindungen nach außen lässt. Er wird auch älter und lernt dazu. Wenn es allerdings eine weibliche Jane Blond gäbe, wie sehe die wohl aus?

Hört selbst – viel Spaß dabei, wünscht Euch Herr Bumms und Frau Dings.

Ein Wintermärchen: Die graue Maus

Faden

Die kleine graue Maus wohnte schon lange im Winterland. Sie wusste nicht mehr, wann sie sich in ihrem kleinen Mauseloch niedergelassen hatte. In ihrer Erinnerung war sie schon immer dort gewesen. Im Mauseloch war das Leben wesentlich besser, als draußen. Denn in der Welt herrschte Winter. Tiefster kalter Winter. Wenn das Mäuschen es vermeiden konnte, ging es nicht vor die Tür, es verbrachte viel lieber den ganzen Tag in ihrer Höhle. Dort war es warm, kuschelig und alles war an seinem Platz. Sicher, manchmal war es einsam und hin und wieder, das gab das Mäuschen nicht gerne zu, schon gar nicht vor sich selber, etwas langweilig. Dennoch zog die Maus ihre Höhle dem winterlichen Schneetreiben vor ihrem Mäuseloch entschieden vor.

Dennoch gab es Situationen, in denen musste sie ihr schützendes Mauseloch verlassen. Von irgendetwas musste sie schließlich leben. Um nicht zu verhungern, musste sie sich auf Nahrungssuche begeben. Dann trat die kleine Maus, notgedrungener Weise, vorsichtig vor ihr Mauseloch. Langsam steckte sie ihre Nase vor die Tür und schnupperte. Durch den winterlichen Nebel konnte sie meistens nicht viel erkennen und so tastete sie sich langsam den Weg entlang und sammelte an Früchten und Nüssen ein, was der Winter übrig gelassen hatte. Hatte sie genügend aufgelesen, machte sie sich umgehend auf den Heimweg, um zurück in ihre Höhle zu gelangen. Sie konnte sich nicht erinnern irgendwann schon mal einem anderen Lebewesen begegnet zu sein. Wie auch? Wenn sie draußen war, suchte sie nach Futter. Der Nebel ließ nichts, außer den eigenen Füßen am Boden, erkennen. Wie hätte sie jemand anderen erkennen sollen?

Dennoch passierte es an einem Tag, an dem der Nebel nicht ganz so dicht wie sonst war. Auch der Schnee hatte eine Pause eingelegt und füllte die Welt einen Augenblick lang nicht mit dichten Schneeflocken. Das Mäuschen hatte seine kleine Nase vor die Tür gestreckt. Als sie sich schon fast ganz vor die Tür gewagt hatte, beobachtete sie ein anderes Mäuschen ganz in der Nähe. Es hatte Nüsse gesammelt, so wie sie es selbst auch immer tat. Als das, mit Nüssen bepackte, Mäuschen kurz aufblickte, trafen sich ihre Blicke und die entdeckte Maus verschwand augenblicklich in ihrem Mauseloch. Die andere Maus stand noch immer regungslos vor ihrer Tür und wurde ganz aufgeregt. Konnte das sein? Ein anderes Mäuschen wohnte direkt nebenan? Warum hatte sie es denn noch nie bemerkt? Ein Blick in den verhangenen Himmel erklärte alles: Das Wetter war schuld!

In der Zeit, die auf diese Begegnung folgte, hoffte die Maus ihre Nachbarin noch einmal zu Gesicht zu bekommen. Sie schaute nun sehr oft aus ihrem Mauseloch heraus, aber der Winter verhinderte die Sicht, wie immer. Die Maus war froh, dass sie hin und wieder etwas Essbares fand, denn der Nebel war so dicht, dass man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Eines Morgens, als sie wieder ihre Nase vorsichtig an die Luft gestreckt hatte, entdeckte sie ein Häufchen kleiner Nüsse vor ihrer Tür. Sofort fiel ihr Blick hinüber zu der Stelle, an der sie das andere Mäuschen in der Erde hatte verschwinden sehen. Die kleine Maus nahm die Nüsse an sich und trug sie vorsichtig in ihre Höhle. Sie wusste, dass das Mäuschen von nebenan ihr ein Geschenk gemacht hatte. Da musste sie weinen. Vor Freude, denn ihr hatte noch nie jemand ein Geschenk gemacht. Sie freute sich so sehr, dass sie der anderen Maus auch gerne etwas von sich gegeben hätte, nur was hätte das sein können? Sie hatte nichts, von dem sie glaubte, dass jemand es hätte haben wollen. Außer der Freude, die sie empfand doch nicht ganz allein in diesem Winter ausharren zu müssen. Sie schaute sich in ihrer Höhle um und bei genauer Betrachtung jedes einzelnen Gegenstands, blieb ihr Blick an etwas hängen. Sie wusste was zu tun war und sofort machte sie sich an die Arbeit. In den darauffolgenden Stunden hörte man nur das schnelle Geklapper von Stricknadeln. Als es begann dunkel zu werden, verstummte das Geräusch und die Maus beäugte nicht ohne Stolz zwei bunte Mützen, die sie gestrickt hatte. Vor langer Zeit hatte sie die in allen Regenbogenfarben schillernde Wolle gefunden und aufgehoben. Sie hatte sich sehr oft an dem Anblick der verschiedenen Farben erfreut. Jetzt setzte sie die Mütze auf den Kopf. Sie passte wie keine zweite. Schließlich atmete sie tief ein, nahm allen Mut zusammen und trat vor ihr Mauseloch. Eine zweite Mütze unter dem Arm geklemmt, stapfte sie zum Mauseloch ihrer Nachbarin. Sie klopfte zaghaft an. Es dauerte keinen Augenblick und das andere Mäuschen stand vor der Tür. Beide lächelten sich an und die Maus überreichte ihrer Nachbarin wortlos die Mütze.

Von nun an verbrachten beide Mäuse viel Zeit zusammen und freuten sich aneinander. Sie bauten zusammen Schneemänner, sammelten miteinander Nüsse oder besuchten sich gegenseitig in ihren Höhlen. Oft saßen sie aber einfach nur gemeinsam vor einem der Mauselöcher. Wenn sie aber raus gingen, setzten sie von nun an immer ihre Mützen auf. Sie schützen die Mäuse nicht nur vor der winterlichen Kälte, durch sie konnten sich die Freunde auch besser im Nebel erkennen, weil die Farben der Mützen schon von weit her leuchteten. Außerdem hatte das Mäuschen den Eindruck, dass der Winter schon ein bisschen wärmer und heller geworden war. Was solche Mützen doch ausmachten!

Achtung Märchen!: Der miese kleine Wicht

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Es war einmal ein kleiner mieses buckliger und hässlicher Wicht. Der lebte seit Anbeginn seiner Tage für sich allein. Niemand nahm von ihm Notiz. Diesen Umstand hatte er bis jetzt nicht ändern können, da es ihm an Größe fehlte. Vor allem an innerer. Seine gesamte Persönlichkeit musste als winzig klein bezeichnet werden. Der Wicht war so klein, dass alle über ihn hinweg sahen. Das wollte er von nun an nicht länger hinnehmen. So kam es, dass der kleine bucklige Wicht sich mit seinen feisten dreckigen Wurstfingern durch den verfilzten Bart strich und anfing zu überlegen. Das kleine Männlein überlegte und überlegte. Er hatte sich in seine Höhle zurück gezogen und dort saß er in seinem braunen Muff. Der dunkle Staub und der dreckige Mief seiner armseligen Behausung spiegelten seine dunklen und gemeinen Gedanken wieder. Während er tagelang mit dem Versuch verbrachte, Gedanken zu erhaschen, schien es ihm, als kämen seine Höhlenwände immer näher. Es dauerte eine ganze Weile (er war nicht der hellste kleine Wicht, aber das ist eine andere Geschichte), bis er mit seinen verknöcherten Fingern schnippste, weil er endlich eine Idee gefunden zu haben glaubte. Das Schnippsen seiner Finger klang hohl, weil selbst die nicht so wollten wie er. Nach Tagen hatte ihn tatsächlich eine Idee ereilt. Er dachte bei sich, dass er doch auf seine Art genial sein musste.

Seine Idee war simpel, wie er selbst: Wenn er den anderen wertvolle Dinge entwenden würde, so würden sie über ihn sprechen. Nicht über ihn persönlich, sondern über den Dieb. Somit würde indirekt doch von ihm Notiz genommen werden, ohne dass sie wissen konnten, dass er der Grund für ihren Kummer war. Aber wenn sie verzweifelt suchend ihren vermissten Kleinoden nachstellten, so würde vielleicht auch einmal das Wort an ihn gerichtet werden. Wenn sie bemerkten, dass etwas Wichtiges in ihrem Leben geschah, für das er verantwortlich war, so spielte er endlich im Leben der anderen eine Rolle. Welche Rolle das war, war ihm gleichgültig. Sein Geist war zu kurz, um so lange Gedanken zu verarbeiten. Er war ein Wicht der Tat und so machte er sich daran die anderen in seiner Umgebung zu bestehlen. Bald lagen in der Mitte seiner Dreckshöhle die unterschiedlichsten Wertgegenstände. Nachts, wenn er nicht schlafen konnte, saß er darüber, kicherte und freute sich daran, dass andere nun über ihn nachdachten. Tagsüber sah er, wie sich die anderen unterhielten, sich um Rat fragten und ihren Zusammenhalt beteuerten. Je mehr er stahl, desto verschworener wurde die Gemeinschaft. Wenn er sie belauschte, hörte er ihre ausgesprochenen Gedanken: Sie sprachen über die Gemeinschaft. Darüber, dass sie noch enger zusammen rücken würden. Dass sie für einander da waren und sich unterstützten. Nur an den Dieb und warum er stahl wurde kein einziger Gedanke verschwendet. Er war ihnen egal, der Dieb. Der Wicht wurde wütend und zog sich selbst immer wieder an den Ohren. Er wurde rastlos und unruhig. Da konnte er noch so viel stehlen, die anderen sprachen noch immer nicht über ihn und schon gar nicht mit ihm.

Der miese kleine Wicht hatte mittlerweile so viele Kostbarkeiten der anderen geraubt, dass er in seiner kleinen finsteren Höhle kaum noch Platz fand. Er drohte in seinem Dreck, Mief und dem fremden Geschmeide zu ersticken. Nur eine helfende Hand von außen, hätte ihn aus der überfüllten und vor Kostbarkeiten überquellenden Höhle retten können. Aber der Wicht wollte keine helfende Hand und selbst wenn es eine gegeben hätte, vor lauter Diebesgut wäre sie ihm entgangen. Es kam wie es kommen musste: Der Wicht erstickte an seinem eigenen Mief und keiner vermisste ihn jemals.  Alle anderen lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.