Schlagwort-Archive: Liebe

Noch eine Valentinskarte

Für jemanden mit dem es sich gut in einer Blumenwiese liegen lässt…

Advertisements

Am 14. Februar ist Valentinstag

…und hier ist eine Valentinskarte für einen besonders lieben Menschen.

Der Muskel, ein traumhaftes Gefühl und die Freiheit

Brunnen fließen

Das Gesicht besteht aus einer Vielzahl von Muskeln. In diesem Beitrag geht es um einen ganz bestimmten Muskel, der sich in der menschlichen Oberlippe befindet. Genauer: In dem Stück darüber, zwischen Nase und Oberlippe. Diesen speziellen Muskel anzusteuern ist nicht jedermanns Sache. Im Gegensatz zu dem weiterverbreiteten Phänomens des Zungenrollens (kann man oder eben nicht – keine Chance das zu erlernen), kann JEDER oben genannten Muskel anspannen. Dies ist mit einer Schwierigkeit verbunden: Da man ihn nie braucht, fehlt jegliches Gefühl dafür. Man muss sich Zeit nehmen, herum probieren, versuchen und nochmal versuchen, um irgendwann zu erkennen: Da ist er ja!!! (Den Erfolg kann man im Spiegel betrachtet: Spannt man erwähnten Muskel an, ergibt sich eine sehr schöne, universell einsetzbare Grimasse).
So ähnlich kann es einem mit dem Gefühl für das eigene Wohlbefinden ergehen. Einige Menschen benötigen lange Jahre um herauszufinden, wie es sich anfühlt, wenn man wirklich etwas Gutes für sich tut. Dabei wird es überall und immer wieder laut herausposaunt: „Ich tue mir heute mal was Gutes“, „Ich habe auf mich geachtet“, … . Meistens gehen diese Aussagen mit einem unnötigen Einkauf einher oder mit dem Vermeiden anstehender unangenehmer Realitäten. Leider bleiben die auf der to do Liste und müssen an einem anderen Tag abgearbeitet werden. Will man etwas für sich tun, dann findet man eine Möglichkeit sich mit den Gegebenheiten auf eine Art und Weise auseinanderzusetzen, die es einem erlauben damit zufrieden zu sein. Es geht um die innere Einstellung. Ich kauf mir was, damit sich ein gutes Gefühl einstellt, wird in der Regel wenig hilfreich sein. Das schöne Gefühl löst sich in den meisten Fällen schneller auf, als der Verkäufer das Geld vom Bankkonto abgebucht hat.
Es dauert manchmal lange, bis man herausfindet wie es sich anfühlt Gutes für sich in einer Art und Weise getan zu haben, dass es Ruhe, Frieden und Glück bringt. Wenn einen dieses Gefühl ereilt, dann hat man eine innere Freiheit erworben, die durch nichts zu ersetzen ist. Frei, weil man sich selbst hat und selbstbestimmt handeln kann. Das ist wie mit dem Muskel auf der Oberlippe: Weiß man wie es geht, kann man es auch nicht wieder verlernen. Man darf nur nicht aufgeben danach zu suchen und es auszuprobieren.
Das ist wie mit der Liebe. Wenn man sie trifft, weiß man es. Warum sollte das mit der Liebe zu sich selbst anders sein?

Frauen sind auch Schweine

Schwein

Klingt dramatisch, ist es jedoch weniger als gedacht. Wenn an dieser Stelle von Frauenschweinen die Rede sein soll, dann von einer ganz bestimmten Schweinedame. Miss Piggy, die am Anfang des Monats mit dem First Award des Sackler Museums in Brooklyn für feministische Kunst ausgezeichnet wurde. Dieser Preis wird an Persönlichkeiten verliehen, die in ihrer Branche Weitreichendes für das eigene Geschlecht erreicht haben. Hat sie, die blonde Miss. Auch wenn ein Mann sie bewegt wie kein anderer. Der Mann, der ihrer Handpuppe Leben einverleibt. Was nichts an ihrer Rolle ändert, die sie schweinemäßig verkörpert. Miss Piggy ist Frau, durch und durch. Wenn Miss Piggy für etwas steht, dann für ihren eigenen Kopf. Den sie durchsetzt, auch wenn ihr das nicht nur  Sympathien einbringt. Sie lamentiert nicht darüber, dass die äußeren Umstände sie daran hindern so zu sein, wie sie es will. Sie ist wie sie will. Und wenn ihr Umfeld sich damit nicht abfinden will, bekommt es einen Handkantenschlag ins Genick.
Nicht dass ich das gut heiße. Gewalt ist keine Lösung! Und das Leben kein Puppenspiel! Dennoch scheint Miss Peggy in ihrer Welt einen passenden Weg gefunden zu haben. Im übertragenen Sinne gesehen: Sie macht was sie will. Wem das nicht passt, der solle sich ducken. Das wünsche ich mir auch. Nicht, dass andere sich ducken, sondern eine Welt voller Frauen, die machen was sie wollen. Ja: Die äußeren Umstände sind oft nicht die besten, um es Frauen leicht zu machen. Ja: Wir verdienen weniger! Ja: Es gibt eine Ungerechtigkeit. Ja: Ich weiß das alles und es regt auf UND ich tue was ich kann….ABER: Ich lebe in dieser Welt und entscheide mich jeden Tag aufs neue nicht in die gleichen Fallen zu tappen (Wen heirate ich und vor allem: Warum? Ziehe ich dem Mann meines Lebens hinterher oder er mir? Gibt es einen Kompromiss? Gebe ich dafür eine Arbeitsstelle auf? Welche Arbeitsstelle strebe ich überhaupt an UND wie wird diese bezahlt?…). Solche Fragen bewegen gerade jüngere Frauen und es ist gut hinzuschauen und sich klar zu werden, welche Motive leiten mich. Lebensentscheidungen werden ja oft im Namen der Liebe getroffen. Schön und hilfreich ist dann, wenn ausreichend Eigenliebe vorhanden ist, damit diese dafür Sorge trägt, dass man sich selbst nicht im Namen der Liebe direkt ins Abseits stellt. Wenn dann der Nachwuchs unterwegs ist… aber dafür wird es einen eigenen Blogbeitrag brauchen und an dieser Stelle den Rahmen sprengen.
Abschließend muss ich mir eingestehen, dass ich sicherlich keinen Politiker davon überzeugen werde an den Stellschrauben zu drehen, die meines Erachtens dazu dienen mehr Gleichberechtigung in die Welt zu tragen. Aber: Jeden Tag ein bisschen mehr Miss Piggy sein, könnte nicht schaden. Kein Handkantenschlag (Gewalt ist keine Lösung!), aber ein bisschen mehr Schwein sein beim eigenen Lebensentwurf. Da könnten wir der Schweinedame ein wenig nacheifern.