Schlagwort-Archive: Job

Im Krankenhaus kann es auch lustig sein…(I)

krankenhaus

Wer glaubt, dass Krankenhäuser Orte des ausschließlichen Elends sind, der täuscht. Es passieren Dinge, die das Leben durchaus erfreuen. Geradezu erfrischend und erheiternd sind teilweise die Anekdoten und Dialoge, die sich zutragen. So wie dieser Dialog zwischen einer Patientin und Arzt:

Arzt: „Hallo Frau XY, sie bekommen dann heute noch eine Impfung!“

Frau XY (runzelt die Stirn): Warum bekomme ich denn noch eine Impfung? Wogegen denn?“

Arzt: „Da bei Ihnen durch den Unfall bedingt die Milz entfernt werden musste, brauchen sie eine Impfung!“

Frau XY (entsetzt und mit panisch schriller Stimme): „Wieso ist denn die Milz nicht mehr da?!!! Mir wurde doch gesagt, dass sie gerettet werden konnte!“

Arzt (runzelt nur kurz die Stirn und wirft einen Blick in die Patientenakte): „Ach, da hab ich mich vertan, natürlich haben sie ihre Milz noch. Das war ein anderer Patient!“

Frau XY: „Sind sie sicher? Brauche ich also keine Impfung?“

Arzt (lächelt): „Nein, keine Impfung!“

Frauen sind auch Schweine

Schwein

Klingt dramatisch, ist es jedoch weniger als gedacht. Wenn an dieser Stelle von Frauenschweinen die Rede sein soll, dann von einer ganz bestimmten Schweinedame. Miss Piggy, die am Anfang des Monats mit dem First Award des Sackler Museums in Brooklyn für feministische Kunst ausgezeichnet wurde. Dieser Preis wird an Persönlichkeiten verliehen, die in ihrer Branche Weitreichendes für das eigene Geschlecht erreicht haben. Hat sie, die blonde Miss. Auch wenn ein Mann sie bewegt wie kein anderer. Der Mann, der ihrer Handpuppe Leben einverleibt. Was nichts an ihrer Rolle ändert, die sie schweinemäßig verkörpert. Miss Piggy ist Frau, durch und durch. Wenn Miss Piggy für etwas steht, dann für ihren eigenen Kopf. Den sie durchsetzt, auch wenn ihr das nicht nur  Sympathien einbringt. Sie lamentiert nicht darüber, dass die äußeren Umstände sie daran hindern so zu sein, wie sie es will. Sie ist wie sie will. Und wenn ihr Umfeld sich damit nicht abfinden will, bekommt es einen Handkantenschlag ins Genick.
Nicht dass ich das gut heiße. Gewalt ist keine Lösung! Und das Leben kein Puppenspiel! Dennoch scheint Miss Peggy in ihrer Welt einen passenden Weg gefunden zu haben. Im übertragenen Sinne gesehen: Sie macht was sie will. Wem das nicht passt, der solle sich ducken. Das wünsche ich mir auch. Nicht, dass andere sich ducken, sondern eine Welt voller Frauen, die machen was sie wollen. Ja: Die äußeren Umstände sind oft nicht die besten, um es Frauen leicht zu machen. Ja: Wir verdienen weniger! Ja: Es gibt eine Ungerechtigkeit. Ja: Ich weiß das alles und es regt auf UND ich tue was ich kann….ABER: Ich lebe in dieser Welt und entscheide mich jeden Tag aufs neue nicht in die gleichen Fallen zu tappen (Wen heirate ich und vor allem: Warum? Ziehe ich dem Mann meines Lebens hinterher oder er mir? Gibt es einen Kompromiss? Gebe ich dafür eine Arbeitsstelle auf? Welche Arbeitsstelle strebe ich überhaupt an UND wie wird diese bezahlt?…). Solche Fragen bewegen gerade jüngere Frauen und es ist gut hinzuschauen und sich klar zu werden, welche Motive leiten mich. Lebensentscheidungen werden ja oft im Namen der Liebe getroffen. Schön und hilfreich ist dann, wenn ausreichend Eigenliebe vorhanden ist, damit diese dafür Sorge trägt, dass man sich selbst nicht im Namen der Liebe direkt ins Abseits stellt. Wenn dann der Nachwuchs unterwegs ist… aber dafür wird es einen eigenen Blogbeitrag brauchen und an dieser Stelle den Rahmen sprengen.
Abschließend muss ich mir eingestehen, dass ich sicherlich keinen Politiker davon überzeugen werde an den Stellschrauben zu drehen, die meines Erachtens dazu dienen mehr Gleichberechtigung in die Welt zu tragen. Aber: Jeden Tag ein bisschen mehr Miss Piggy sein, könnte nicht schaden. Kein Handkantenschlag (Gewalt ist keine Lösung!), aber ein bisschen mehr Schwein sein beim eigenen Lebensentwurf. Da könnten wir der Schweinedame ein wenig nacheifern.