Schlagwort-Archive: Geschichte

Da geht es hin, das Dänemark…

Dänemark ist ein so schönes langsames Land…leider geht der Urlaub trotzdem zu schnell vorbei.

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Ein neuer Tachelespodcast ist online: Strömungen innerhalb des Feminismus

feminismus

(Einen lieben Dank an Herrn Bumms für seine Sketchnote!)

Nachdem Frau Dings und Herr Bumms in der letzten Sendung über die Geschichte des Feminismus und seine Schlüsselwerke gesprochen haben, beschäftigen wir uns in dieser Folge mit den Strömungen innerhalb des Feminismus. Hierbei reicht das Spektrum vom Radikalen-Feminismus bis zum Staatsfeminismus.

Am Ende der Sendung versuchen wir für uns eine Arbeitshypothese zu schaffen, die uns als grundlegendes Verständnis für weitere Episoden und dem Verständnis von Feminismus generell dienen kann.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören.

Ein neuer Tachelepodcast ist online: Wenn Frauen regieren

Wenn Frauen regieren

Vorab möchten wir auf einen Flyer aufmerksam machen:

http://thea-blog.de/frauenrechte-in-deutschland-flyer-fuer-fluechtlinge/#respond

Geflüchtete Frauen können hier mehr über ihre Rechte erfahren. Auch männlichen Flüchtlingen sei diese Lektüre empfohlen. Der Flyer ist in mehreren Sprachen verfügbar. Mehr Informationen findet man unter oben genannten Link beim thea-blog. An dieser Stelle noch mal vielen Dank an Birte Vogel, dass wir ihre Seite verlinken dürfen.

In unserer aktuellen Folge beschäftigen wir uns mit Frauen, die in machtvollen Positionen versuchen die Menschheitsgeschichte auch zur Frauengeschichte zu machen. Beim näheren Betrachten finden sich neben Angela Merkel und Hillary Clinton auch Taiwans Präsidentin Tsai Ing-Wen, der von ihren politischen Gegnern vorgeworfen wird, dass sie als Single nicht die emotionalen Bürden von Liebe, Familie und Kindern nachempfinden kann und aus diesem Grund den Radikalen zuzurechnen ist. Als Frau ein machtvollen Amt zu bekleiden ist in unserer Welt schwierig, aber offenbar gänzlich unmöglich, wenn Frau unverheiratet  ist und lieber die Zeit mit Katzen als mit dem anderen Geschlecht verbringt. Wo uns das alles hinführt erklären Herr Bumms und Frau Dings persönlichen Priorotäten entsprechend, die an dieser Stelle wie immer viel Spaß beim Hören wünschen.

Das kürzeste wahre Märchen: Das Reisekrönchen

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Das folgende Märchen ist tatsächlich wahr und wurde mir von einer guten Freundin erzählt. Besagte Freundin fuhr am Wochenende mit ihrem Gatten mit dem ICE der deutschen Bundesbahn von Düsseldorf nach Leipzig. In Frankfurt stiegen sie um. Alles verlief planmäßig. Beim Rückweg war es genauso. Alles planmäßig: ICE – pünktliche Ankunft – passendes Umsteigen und planmäßig zu Hause – wie im Märchen, da passieren auch die unwahrscheinlichsten Dinge! Wölfe können sprechen, Mädchen schlafen hundert Jahre und Züge fahren pünktlich.

Wenn Du dieses Märchen an zehn gute Freundinnen/Freunde verschickst, wird REINGARNICHTS passieren. Wahrscheinlich kommt morgen nicht mal die Bahn pünktlich. Märchen aus, wir GEHEN nach Haus.

Eine neue Folge beim Tachelespodcast: Fragmentiertes Sein oder wie phantasiere ich mir eine Biografie

Podcast

Aus aktuellem Anlass wenden wir uns in unserer 7. Folge einem geschichtsträchtigen Thema zu. Veranlasst haben uns dazu mehrere aktuelle Begebenheiten:

T-Shirts mit dem Aufdruck Stauffenberg 2.0 und geschwenkte Wirmer Flaggen sieht man immer häufiger bei  AFD Anhängern oder auch Pegida Demonstranten. Beides Insignien des Widerstandes und Zeichen eines versuchten Neubeginns in Auflehnung gegen den Faschismus – gegen ein Unrechtsregime. Diese Insignien wiesen damals den Weg in eine parlamentarische Demokratie und nicht in deren Auflösung.

Über- „tragen“ bedeutet dies auf die heutige Zeit, dass dieser Staat als Unrechtsstaat wahrgenommen und überwunden werden soll.
Aber als ob diese perfide, dumpfe und menschenverachtende  Umdeutung nicht reichen würde, werden nun auch noch vermeintliche Heroinnen ins Rampenlicht gezerrt, von ihrer braunen Vergangenheit chemisch tiefengereinigt und teils sogar als Vorbild für die sich emanzipierende Frau herangezogen.
 Die Rede ist von Leni Riefenstahl und Hannah Reitsch, die wir exemplarisch für diesen neuen Zeitgeist vorstellen. Selbst die Emma entblödete sich nicht, eine Spezialausgabe zu Leni Riefenstahl herauszugeben, auch wenn dies schon einige Jahre her ist.
Natürlich haben beide Frauen  teils außergewöhnliche Leistungen auf ihrem Gebiet gezeigt und versucht ihre Talente zur Entfaltung zu bringen. Aber immer auch dessen ungeachtet, wem sie sich anbiederten, bzw. welche Opfer es gekostet hat. Wobei hierbei nicht die eigenen Opfer zu sehen sind, sondern Opfer, die ihr egozentrisches und maßloses Selbstverwirklichungsstreben auf Seiten junger Rekruten oder KZ Häftlingen verursachten.
Das Streben es den Männern gleich zu tun, ließ sie in den gleichen Kadavergehorsam verfallen, ins Anbiedern und ins Verleugnen der eigenen Mitschuld nach dem Krieg. Vielmehr fragementierten sie ihre Emotionen und viele Aspekte ihrer Persönlichkeit ab, um in der neuen Zeit leben und sich selbst aushalten zu können.
Hanna Reitsch und Leni Riefenstahl stellten sich nicht ihrer Verantwortung und Schuld. Sie zeigten sich in geschichtsverklärender Weise und schlimmer noch, durch die Nicht-Annahme ihrer Verantwortung verhöhnten sie zynisch alle Opfer des 3. Reiches.
Als wäre dies nicht genug, so zeigt der Superlativ ihrer Geschichtsumdeutung den heutigen Supergau. Wieder ziehen Neonazi „Mädels“ durch die Straßen und nennen diese beiden Frauen als ihre Vorbilder. Um zu verstehen was da mit jungen Menschen passt, kann es hilfreich sein, aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen. Auch heute sind diese jungen Mädels wieder Staffage eines archaischen Männerkultes.
Wie schrieb der Spiegel so schön: Außen „scheinbar“ modern, im Inneren – herrscht Mittelalter.

Und jetzt genug der Worte – viel Spaß beim Hören

wünschen Herr Bumms und Frau Dings

Nachtrag zur Namensgebung: Zwei Männer

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Die schönsten Geschichten schreibt das Leben. Nachdem ich den Blogbeitrag über die Vornamen geschrieben hatte, wurde mir folgende Geschichte erzählt. Eine Bekannte wurde Zeugin folgenden Dialogs:

Mann 1: „Hömma, ich habe gehört Du bist Vater geworden! Herzlichen Glückwunsch!!“

Mann 2: „Danke, danke!“

Mann 1: „Und? Junge oder Mädchen?“

Mann 2: „Junge.“

Mann 1: „Wie heißt er denn?“

Mann 2: „Campino.“

Mann 1: „Aha. Cool.“

Mann 2: „Naja. Ich bin halt Tote Hosen-Fan. Aber jetzt habe ich erfahren, dass Campino mit wirklichem Namen Andreas heißt!“

Für die Prinzessinnen unter uns

Prinzessin

Es ist nicht leicht eine Prinzessin zu werden, aber es rückt in den Bereich des Machbaren, wie folgende Geschichte zeigt:
Die Frau stand an der Kasse beim Supermarkt ihres Vertrauens. Es war kurz vor Ladenschluss. Hinter ihr einige Kunden und vor ihr nur noch eine Frau. Die ältere Dame bemühte sich den fälligen Betrag von zweiundzwanzig Euro und achtzig Cent in ein und zwei (vielleicht auch fünf) Centstücken der Verkäuferin passend zu überreichen. Dieses Unterfangen würde dauern. Also machte die wartende Frau, was sie in vergleichbaren Situationen stets tut: Autogenes Training mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad. Das Sonnengeflecht ist warm und entspannt funktioniert im Stehen schlechter als im Liegen. Danach drei Mal bis zehn zählen! Nochmal bis zehn zählen. Zum krönenden Abschluss: Zehn Mal bis zehn zählen! Ein Blick auf das Förderband zeigte einen Betrag, der sicherlich schon die Hälfte der Kosten deckte. Die ältere Dame zählte in aller Ruhe weiter ihre Cent Stücke. Um sie in der Ruhe nicht zu stören, schließlich sollte sie sich keinesfalls verzählen, schaltete die wartende Frau ihr Hirn aus und ließ den Blick schweifen. Sie versuchte dabei so wenig wie möglich zu denken. Dennoch lässt ein Hirn sich nicht ohne weiteres komplett ausschalten, solange es Kontakt zur Außenwelt hat. Augen und Ohren sind gnadenlos. In diesem Fall fiel der Blick der Frau auf ein junges Paar an der Nebenkasse, das zu den glücklichen Kunden gehörte, die ihre Einkäufe schon einpacken durften. Die junge Frau hatte lange blonde Haare, sie war Mitte zwanzig und ihre ganze Erscheinung schrie es in die Welt, während sie lustlos ihrem Mann die Einkaufstüte aufhielt: Ich will nicht hier sein! Wo denn sonst? Egal! Aber nicht hier! Ihr ausdrucksloses Gesicht zeigte keinerlei Regung. Es war stumm und bewegungslos, wie die restliche Frau. Die Augen starr auf das Nichts des Seins fokussiert, hielt sie aus und die Tüte auf. Ihr Mann packte unbeirrt die Lebensmittel ein. Etwas ließ das Unterbewusstsein der anderen Frau an der Kasse nebenan aufhorchen und es war nicht die ältere Dame vor ihr, denn diese zählte noch immer sehr fleißig. Das Auge des Unterbewusstseins hatte sich an den Pullover der jungen Frau geheftet, die noch immer unbewegt die Einkaufstüte für ihren Mann aufhielt. Da stand in großen schwarzen Buchstaben: Eignungstest zur Prinzessin bestanden. Damit war alles klar. Prinzessinnen werden ist doch möglich. Jeder kann Prinzessin sein! Denn es sind auch nur Menschen wie Du und ich.