Schlagwort-Archive: Erziehung

Ein neuer Tachelespodcast ist online! Nr. 70: vom ICH zum WIR

Bereits Sokrates sagte: “Ich bin ein Gemeinschaftstier!”
In dieser Sendung beschäftigen sich Frau Dings und Herr Bums mit dem Thema: Vom ICH zum WIR. Wie konnte es in den letzten Jahren passieren, dass das Gemeinschaftsgefühl in unserem Land so eklatant abhanden gekommen ist? Oder ist dem nicht so? Was bedeuten beispielsweise die Themen Altruismus und Ehrenamt noch für uns? Welche Auswirkungen haben neue Medien bzw. die Ökonomie auf das Miteinander? Über diese und andere Fragen sprechen Frau Dings und Herr Bums in dieser Sendung. Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören

Unter: Tachelespodcast.de

Das Episodenbild ist eine Zeichnung von Frau Dings.

Links zur Sendung:

Aanderud: Vom Ich zum Wir

Bertelsmannstiftung: Vom Ich zum Wir

Zeit-Blog: Warum schreit das ICH so laut?

Werbeanzeigen

Ein neuer Tachelespodcast ist online! Ausgabe 52: kreativerziehen.de

kreativerziehende_Header

In dieser Folge stellen wir euch unser neues Projekt des vodcasts/podcasts: Kreativerziehen.de vor.

Hierbei handelt es sich um einen…. aber bevor wir das alles hier beschreiben, empfehlen wir euch in unseren 52. podcast hineinzuhören. Wir wünschen euch dabei viel Spaß!

Shownotes:

Inklusion – identifizierter Problemträger?

32_365-inklusion

Inspiriert zu diesem Beitrag hat mich unter anderem der Artikel einer Lehrerin der in der FAZ erschienen ist.

http://www.faz.net/-gum-8uqvq?GEPC=s1

Die Tatsache, dass ich am Schulleben in absehbarer Zukunft wieder teilnehmen darf, hat ihr übriges getan. Ich hatte viel Zeit mich mit Schule gedanklich zu befassen – was ich bis zu meinem Verkehrsunfall eher praktisch erlebt habe, durfte ich nun mal theoretisch ausgiebig – weil genügend Zeit vorhanden war – beleuchten. Nur so viel: Es blieb dunkel.

Aber: Werde kreativ! Es darf ausprobiert werden. Das sieht an jeder Schule anders aus. Viele Schulen versuchen allen Ansprüchen gerecht zu werden. Wie die genau aussehen, werde ich mal an anderer Stelle genau unter die Lupe nehmen. Wenn es um Inklusion geht, stehen unterschiedlichste Schulen vor der gleichen Realität (behaupte ich): Inklusion darf so wenig Kosten wie möglich verursachen. Was bedeutet das für Schulen? Genau! Wenig finanzielle Möglichkeiten, aber dafür einige Erkenntnisse:

Inklusion=Akzeptiere das Vorhandene! Das bedeutet einfach nur, dass es jeder Lehrerin und jedem Lehrer gut tut die vorgefundene Situation der Klasse anzunehmen. Egal wer da drin ist – aller Voraussicht wird sie so bleiben wie sie ist. Auflehnen ist schlecht für den eigenen Energiehaushalt. An dieser Stelle würde ein Werbeblock passen, den es in den 90ern gab. Eine Frau betrachtet sich, wiegenden Schrittes gehend, im Schaufenster einer Straße. Jemand singt: „Ich will so bleiben wie ich bin – Du darfst“. Man stelle sich nun eine Lehrerin oder einen Lehrer vor, der leise lächelnd durch einen leeren Schulkorridor geht. Jemand singt: „Sie wird so bleiben wie sie ist! – Du darfst“ – die Klassentür öffnet sich und es eröffnet sich ein Bild von dreißig bis vierzig unterschiedlichster Schülerinnen und Schülern, die tobend das Klassenzimmer verwüsten.

Inklusion=Rechne nicht mit der Unterstützung von Förderschulen! Dafür gibt es zu wenige!

Inklusion=Solidarisiere Dich mit anderen Betroffenen! Egal mit wem!

(Die Liste der Erkenntnisse ließe sich sicher fortsetzen…)

Was bleibt: Durchhalten – durchhalten – durchhalten, denn Gesetze werden selten von denen geändert, die von ihnen betroffen sind.

 

 

Etwas ist doch fertig geworden: Verhaltenskreativität beim Raabe-Verlag

Raabe

Ein Artikel über den Umgang mit Kindern, die anders sind. Entstanden ist der Artikel in Zusammenarbeit mit meinem lieben Freund Jakob. Beziehen kann man den Artikel über den Raabe Verlag.

kreativerziehen.de – die Seite für Erziehung und Bildung

kreativerziehende_Header

Ab September werden Herr Bumms und ich uns auf kreativerziehen.de mit allem beschäftigen, was wir in Erziehung und Bildung für wichtig halten, was einiges ist, denn aus beruflichen Gründen beschäftigen wir uns mit diesem Thema seit mehreren Jahrzehnten. Da wir beide Freunde der systematischen Theorie sind, werden wir das nicht alleine tun, sondern uns mit wechselnden Gesprächspartner an unterschiedlichen Orten zum Gespräch verabreden. In Blogbeiträge, Podcasts und kleinen Filmen werdet ihr das finden können, was wir herausgefunden haben. Aber seht, hört und lest selbst – ab September geht es los!

kreativerzien_de

Wahl und Qual oder: Wenn es spannend wird

Marmelade Wasserzeichen

Es ist ja nicht so, als hätten wir keine Entscheidungsfreiheit. Im Gegenteil. Oftmals stehen uns dermaßen viele Möglichkeiten zur Verfügung, dass unser Gehirn mit dem Abwegen der Vor- und Nachteile überfordert ist. Nur so kann es passieren, dass Kinder an einem reichhaltig gedeckten Tisch sitzen und nicht wissen, was sie essen wollen. Die Leberwurst? Schinken? Oder doch lieber Salami? Der Schmierkäse ist auch so lecker…mit Gurke oder lieber mit Tomate? Nicht selten schiebt das wütende Kind voller Wut den LEEREN Teller vom Tisch. Nicht ohne Butter, Brot, Käse, Wurst und den vollen Kakaobecher mit in den Abgrund zu reißen. Das lässt sich bei dem übermäßigen Angebot an Lebensmitteln auf besagtem Tisch gar nicht vermeiden. Viel entspannter isst es sich hingegen, wenn für das Kleinkind nur EIN Käse und EINE Wurst auf dem Tisch angedeckt wurde. Dem Kind bleibt ausschließlich die Entscheidung zwischen Wurst und Käse. Das schaffen die meisten Kleinen. In der Regel hat man als glückliches Elternteil im Anschluss nichts aufzuwischen und ein sattes zufriedenes Kind vor sich. Jetzt werden viele Eltern einwenden, dass das Zähne putzen beim Kind aber keineswegs so glimpflich abläuft, OBWOHL es dort nur EINE Zahnpasta gibt. Das stimmt, aber der Umkehrschluss den Ärger mit der Erhöhung der Zahnpastatubenanzahl entgegen wirken zu wollen, hat wenig Aussicht auf Erfolg. Die Problematik ist an dieser Stelle völlig anders gelagert und liegt im Zähne putzen selbst. Dieser Beitrag handelt jedoch von der Problematik des Sich nicht entscheiden können.

Erst gestern habe ich erlebt, dass es uns Erwachsenen genauso ergehen kann, wie den kleinen Kindern. Als ich mit einer Freundin zum Essen verabredet war, blieben wir schon vor dem Restaurant stehen, weil dort das Angebot des Mittagstisch auf einer Tafel am angeschlagen war. Leider ist mein Kurzzeitgedächtnis nicht das Beste (war es noch nie, kann leider nicht auf das Alter geschoben werden) und als wir einen sonnigen Platz auf der Terrasse gefunden hatten, waren mir die Speisen des Mittagstischs schon entfallen. Egal – es kam wie es kommen musste: Die nette Bedienung brachte die Speisekarten. Dort war der Mittagstisch nicht aufgelistet, dafür einige andere sehr verlockende Angebote. Ich versuchte eine erste Entscheidung herbeizuführen: Salat, Pasta oder Pizza? Das war schwer. Ich ging die einzelnen Gerichte durch. Klang alles sehr vielversprechend. Als ich alle Gerichte geprüft hatte, ertappte ich mich dabei, dass ich von vorne anfing. Salat, Pasta oder Pizza? Hilfreich war an der Stelle nicht, dass ich gerne esse. Es gibt kaum etwas, was ich nicht mag. Von meiner Freundin war auch keine Hilfe zu erwarten. Die war ebenfalls auf der Suche nach einer Entscheidung. Erlösung brachte ein zufälliger Blick auf meine Sporttasche. Die Tasche ist keinesfalls ein Orakel und hat auch ansonsten keine Bedeutung. Außer, dass sie mich in diesem Moment daran erinnerte, dass sie nicht die Tabletten enthielt, die bei meiner Laktoseintoleranz dafür sorgen, dass eine Sahnesoße mich nicht dazu zwingt für den Rest des Tages die sanitären Anlagen begutachten zu müssen. In der Sporttasche befanden sich die Sportsachen, sonst nichts. Keine Kapseln gegen Laktoseunverträglichkeit. Schwupps, schon konnte ich eine Menge Speisen aus meiner Entscheidungsqualliste streichen. Bei der Gelegenheit fiel mir meine, noch nicht verinnerlichte, weil erst vor zwei Wochen entdeckte, Knoblauchunverträglichkeit ein. Was soll ich sagen. Die Entscheidung was ich essen wollte, war schnell gefallen. Und: Ich war zufrieden. Eine Laktoseintoleranz und eine Lebensmittelunverträglichkeit MUSS nicht nur schlecht sein. Und wer glaubt, dass es diese Qual der Wahl nur bei Lebensmitteln gibt, der muss leider enttäuscht werden. Egal was es zu entscheiden gibt: Steigt die Anzahl der Möglichkeiten auf eine unübersichtliche Menge, wird es schwierig. Da machen Kinder und Erwachsene keinen Unterschied. Was das für die Wahl des nächsten Urlaubsorts und die Wahl des Ehepartners bedeutet, darf jeder für sich bedenken. So viele Möglichkeiten gibt es da ja nicht.