Schlagwort-Archive: Diskriminierung

Ein neuer Tachelspodcast ist online

Ihr findet ihn unter

Tachelespodcast.de

Viel Spaß beim Hören!

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Ein neuer Tachelespodcast ist online! TP 62: Sprache schafft Realität

In diesem Podcast beschäftigen sich Frau Dings und Herr Bums mit den Themen:

• junge, männliche Flüchtlinge und drohende Ausweisung,

• wie wird in der Politik Realität durch die jeweilig benutzte Wortwahl verschleiert,

• wie schafft Sprache Realität,

• die negative Sicht auf die Welt – früher war alles schlechter.

Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören.

Aus der Rubrik Diskriminierung im Alltag: Als Mann…

FrauFreundin

Hin und wieder überkommt mich der Gedanke, dass ich es zu genau nehme mit der Gleichberechtigung. Immer wenn das passiert, schafft der Alltag Situationen, die diesen Gedanken auslöschen. Erst kürzlich traf ich auf beruflicher Ebene mit einem Mann zusammen, mit dem ich mich über ein abgegrenztes Thema austauschen musste. Rein fachlicher war dies problemlos. Schließlich war thematisch alles gesagt und der Herr und ich gerieten in einen abschließenden Smalltalkmodus. Und dann erklärte er mir, dass er eine Tätigkeit, die er vorher ausgeführt hatte beendete, weil abzusehen gewesen wäre, dass diese nur den Vormittag ausgefüllt hätte. Abschließen sagte er folgenden Satz: „Für einen Mann ist das ja nichts.“ Da musste ich ihm Recht geben. Sowas ist für niemanden etwas und ich unterdrückte die Frage: „Für eine Frau schon?“
Natürlich hat der Mann immer noch die Rolle des Ernährers in unserer Gesellschaft (ob er will oder nicht). Was ebenfalls offensichtlich ist: Die Gleichberechtigung lässt auf sich warten. Und so lange würde ich mir wünschen, dass solche Sätze reflektierter gesagt würden. Oder am besten gar nicht, dann klappt es auch schneller mit der Gerechtigkeit und Männer dürften auch mal Halbtags arbeiten.

Ein neuer Tachelespodcast: Alternative Lebensmodelle vs. tradiertes Rollenmodell und die AFD

Podcast

Immer noch steht das traditionelle Familienmodell (Vater, Mutter, Kind) hoch im Kurs. Teils bedingt durch rechte konservative Strömungen, die allenthalben zu beobachten sind, teils aus einem Mangel an Handlungsalternativen.

Nicht zu verkennen sind jedoch gerade die Gefahren für Frauen, die dieses Modell in sich birgt.

Hier sei nur die Abhängigkeit der Frau (personale Ebene) vom Mann zu nennen bzw. die Arbeitsressource, die dem Staat und somit der Gesellschaft nicht zur Verfügung steht (gesellschaftliche Ebene). Nicht selten sind es gerade junge Frauen, die Hartz IV Empfängerinnen sind, am unteren Existenzminimum leben und die komplette Wucht einer gescheiterten Illusion von heilem Familienmodell schultern müssen. Außerdem verdienen Frauen im Durchschnitt immer noch 23% weniger als ihre männlichen Kollegen.

Aber welche Handlungsalternativen hat Frau?  Welche Rollenmodelle gibt es sonst noch neben dem tradierten Modell?

Dies beleuchtet Frau Dings wie immer sehr sachkundig und untermauert die einzelnen Lebensformen deutschen Zusammenlebens (oder NICHTZUSAMMENLEBENS)  mit Beispielen und Zahlen.

Nur so viel sei an dieser Stelle bereits verraten: Das Bild der einsamen Singlefrau, die sich ständig und umfassend nach einem Partner sehnt, ist oft nur eine Werbestrategie der führenden Partnerbörsen um Bedarfe zu wecken. Die Singlefrau ist oft erfüllt von Aufgaben, Kontakten, einem bunten Leben und eigener Verwirklichung.

Bei diesem bunten Leben bedarf es keiner Verbiegung für einen Mann und dessen oft einseitigen Bedürfnissen.

Herr Bumms beschäftigt sich auch mit dem Phänomen des Singles. Single im Sinne der Alleinstehenden. Wobei hier nicht der Beziehungsstatus der Frauke Petrys gemeint ist, sondern der Hoffnung geschuldet ist, dass diese mit ihrer Meinung lange alleine stehen bleibt und diese nicht in soziale Bindungen überführt wird.

Aufreger war für Herrn Bumss die Sendung „Hart aber Fair“ mit Herrn Plasberg. Eigentlich nicht mit Herrn Plasberg sondern vielmehr ausschließlich mit Frau Petry, die diese Sendung wie eine Partnerbörse für verirrte Geister zu nutzen wusste.

Anhand einer rhetorischen Aufarbeitung von Falk Heunemann zeigt Herr Bumms die teils perfiden Strategien der AfD auf, Menschen für einfache Lösungen, komplexer Probleme zu begeistern, die entweder nur in die Sackgasse oder aber in die Katastrophe führen können.

Bei diesem in jeder Hinsicht großen Spannungsfeldes entlassen wir euch jetzt in eine spannende Sendung. Wir wünschen euch viel Spaß beim Hören.

Frau Dings und Herr Bumms.

Ein neuer Tachelespodcast: Der Wetterbericht warnt: Machos vermehrt im Norden

Podcast

Am 25. November war der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Dieser Tag wird seit 1981 von verschiedenen Menschenrechtsorganisationen jedes Jahr mit verschiedensten Veranstaltungen begangen und versteht sich als Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt in jeder Form gegenüber von Frauen und Mädchen.
Im V(F)ordergrund stehen die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen und haben die allgemeine Stärkung der Frauenrechte zum Ziel.
Themen des Tages sind:
Zwangsprostitution

  • sexueller Missbrauch,
  • Vergewaltigung
  • Beschneidung von Frauen,
  • häusliche Gewalt
  • Zwangsheirat
  • vorgeburtliche Geschlechtsselektion,
  • weibliche Armut,
  • Sextourismus,
  • Zwangsheirat
  • und Femizid

 

Frau Dings und Herr Bumms wollen mit Hilfe dieser Sendung auf die oben genannten Themen aufmerksam machen und berichten ausführlich über häusliche Gewalt. Erstaunt sind sie darüber, dass der häufigste sexuelle Missbrauch nicht in der Öffentlichkeit passiert, sondern in den heimischen vier Wänden. Frau Dings zitiert einige Statistiken, die dies belegen und auch Herr Bumms belegt mit einer Studie, dass es ein Nord- Südgefälle in Europa gibt. Die meisten Übergriffe auf Frauen finden in den skandinavischen Ländern statt. Aber nicht nur  Mädchen und junge Frauen werden von häuslicher Gewalt heimgesucht, sondern auch, und dies kann man kaum glauben, ältere Frauen ab 60 Jahren.

Frau Dings zeigt abschließend auf, dass Vieles, dass wir geschildert haben, stark von dem jeweiligen Lebensmodell abhängt, das „Frau” gewählt hat und weist somit auf eine der nächsten Sendungen hin, die sich mit Lebensmodellen beschäftigen wird.

Wir wünschen wie immer: Viel Spaß beim Hören!

Mitgehört: Ein Mann telefoniert

BlödkopfBlog

Es hat mich kein weiterer Waggon der deutschen Bundesbahn aus der Nähe gesehen. Zeugin des folgenden Dialogs durfte ich beim letzten Intermezzo “ Unternehmen Zukunft“ werden. Eigentlich war es ein Monolog – der sprechende Teil befand sich einige Plätze hinter mir, mit einem Handy bewaffnet. Der antwortende Teil befand sich irgendwo anders, mit dem Mann in meinem Zug verbunden, aber glücklicherweise außerhalb meiner Hörweite. „Ich brauchte so lange, um das Gehörte zu verarbeiten, deshalb kann ich es erst jetzt aufschreiben“ wäre eine fette Lüge. Ich hatte es verdrängt! Aber bei einem Kaffee unter Freundinnen, fiel es mir wieder ein. UND: Ich kann nichts für die Dialoge dieser Welt. UND: Ich habe mich nicht aufgedrängt, der Dialog kam zu mir!! Ungefragt, ich hätte gerne verzichtet, wurde aber nicht gefragt. Und: Der Dialog war nicht leise, im Gegensatz zum restlichen Zug. Unter den Mitfahrern und Mitfahrerinnen befanden sich außer dem telefonierenden Herrn nur Schweiger und Schweigerinnen. Was zu erwarten gewesen war. Genau genommen hätte keiner diesem Telefonat beiwohnen dürfen. Schließlich befand ich mich im 1. Klassenabteil der Deutschen Bundesbahn. In dem Teil, den einige Hinweisschilder mit durchgestrichenen Handys zierten. Den Mann, der einige Sitze hinter mir das Telefonat begann, hatte es übersehen oder es war ihm egal. Das Resultat war das Selbe. Ich durfte mithören, ob ich wollte oder nicht.
Er: „Hi Bernd.“
Er: „Ne, ich bin schon auf dem Rückweg. Ne, das war nichts.“
Er: „Hübsch. Eigentlich ganz hübsch. Die ist wirklich sehr nett gewesen. Wirklich richtig nett. Echt jetzt. Aber, die ist mir zu knabenhaft. An der ist mir zu wenig dran.“
Ich nutzte die Redepause des Herren, um mich umzuschauen, ob andere Mitfahrer sich ebenfalls gestört fühlten. Alles was ich sah waren leere Gesichter und ich beneidete sie um die Kopfhörer, die in ihren Ohren steckten. Ein iPad, Netbook oder PC vor sich auf Tisch oder Knie. Sie befanden sich nicht in meiner Welt, sondern in ihrer Welt oder wenigstens im Land der Medien. Nur ich war oldschool. Ich hatte nur etwas zu lesen dabei. Immerhin auch einen elektronischer Reader (bis vor zwei Monaten hätte ich noch bedrucktes Papier in Händen gehalten), aber auch an diesem elektronischen Lesegerät ließen sich keine Kopfhörer anschließen. Was ich zunehmend mehr als bedauerlich empfand.
Er: „Ja klar, wir waren essen. War toll. Echt netter Abend.“
Er:“ 34. Sieht wirklich super aus. Aber ich brauch es mit mehr dran. Ich kann mit so Mageren nichts anfangen. So flach ist nichts für mich. Lieber üppig. Und bei Dir?
Er: „Natürlich hast Du Dir das verdient. Du hattest super Verkaufszahlen im letzten Quartal. Klar, dass Du die Sonderzulage bekommst und nicht er.
Er hat ja auch einfach…“
An dieser Stelle manövrierten sich der Mann hinter mir und unsichtbarer Bernd in eine Endlosschleife. Sie machten verbalen Schulterschluss gegen einen Herren, der offenbar im gleichen Unternehmen tätig war, namentlich jedoch nicht genannt wurde. Der Inhalt lässt sich schnell zusammenfassen: Der Mann und Bernd waren toll, der andere nicht. Dies wurde wiederholt an Verkaufszahlen, Präsentationen bei Meetings und seiner Erscheinung festgemacht. In wechselnder Reihenfolge. Wie man damit 28 Minuten Telefonat füllen kann, bleibt rätselhaft. Dem ungewollten Zuhörer erlaubte diese Endlosschleife jedoch gedanklich auszusteigen. Ich bin kein Hirnforscher, aber wenn immer wieder gleiche Vokabeln fallen, scheint das Hirn sich selbst abzustellen, weil es klug ist und weiß: „Da ist nichts Neues zu erwarten!“ Vermute ich. Aus der Schule kenne ich ähnliche Effekte.
Alles hat jedoch ein Ende, selbst dieses Telefonat. Als ich mich zu den sanitären Anlagen aufmachte, musste ich am telefonierenden Mann vorbei. Er hatte sein Handy mittlerweile eingepackt. Ich betrachtete ihn ausgiebig und nur in meiner Gedankenwelt blieb ich vor ihm stehen, um ihm zu sagen, dass sein Bauch sicherlich ausreichend ist, um die fehlenden Kurven der besagten netten Frau auszugleichen. Aber, dass daraus sicherlich nichts werden wird, weil er offenbar nicht nur einen unnetten Charakter hat und ziemlich oberflächlich zu sein scheint, sondern schlicht und ergreifend zu alt ist. Welche Vierendreißigjährige möchte etwas mit einem Mann haben, der mindestens zwanzig Jahre älter ist und somit ihr Vater sein könnte? Selbst wenn er nur danach aussieht. Da hilft es wenig, wenn der Herr sich selbst jeden Morgen vor dem Spiegel in Pose schmeißt und sich mit eingezogenem Bauch für einen Prachtburschen hält – was ich ebenfalls vermute, denn was dieser Unsympath vor seinem Spiegel treibt, entzieht sich glücklicherweise meiner Kenntnis.
Im wahren Leben ging ich einfach weiter. Meine gute Erziehung siegte und ich behielt meine Gedanken für mich. Bis jetzt.

Ein neuer Tachelespodcast: Desperate Househusbands- Frauen in Fernsehserien

Podcast

Desperate Househusbands war eigentlich eine Satire Sendung des Ö3 Hörfunks aus Österreich, der Titel beschreibt aber ziemlich genau, wie sich die Rolle der Frau seit einigen Jahren in den Serienproduktionen des Fernsehens geändert hat. Auch hier sind wieder einmal die USA führend. Denn laut einer Studie befindet sich die Hoheit über die Fernbedienung auf dem heimischen Sofa in Frauenhand und sie wollen keine Heimchen am Herd sehen, sondern gestandene weibliche Persönlichkeiten mit Einfluss auf Gesellschaft, Wissenschaft und Medizin. Längst vorbei sind die Harriets Olesons der kleinen Farms dieser Welt, die nur als schmückendes Beiwerk dienten, um die Männer besser dastehen zu lassen. 

Vorbei auch die Zeit, dass die Handlung erst fortgesetzt wurde, wenn der Mann auf der Mattscheibe erschien. 

Es sind die Mittvierzigerinnen, die populär sind und in allen Belangen der holden Männlichkeit das Wasser abgraben. 

Doch wie sieht dies genau aus? – Das haben Frau Dings und Herr Bumms unter die Lupe genommen. 

Und wie immer… wünschen wir euch viel Spaß beim Hören.