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Neues vom Sofa: Wer etwas finden will, muss auf die Suche gehen

Das Sofa-11

Eine Leseprobe aus einem weiteren Kapitel der neuen Geschichten vom Sofa

[…] Die Bedienung hatte ihren Kopf zur Tür gedreht, gerade in dem Moment, indem der Mann das Café betreten hatte. Trotz der Einkaufstüten, die er in den Händen hielt, hatte er sich schnell auf das rote Sofa zubewegt. Seine Tüten hatte er sorgfältig neben das Sofa gestellt und der Bedienung war das leichte Lächeln des Mannes nicht entgangen. Bevor sie seine Bestellung aufnehmen konnte, musste sie zuvor die Wünsche eines anderen Gastes berücksichtigen, der schon seit einiger Zeit immer wieder wedelnd seine Hand nach ihr ausgestreckt hatte. Die Bedienung musterte den Neuankömmling aus den Augenwinkeln. Er war groß und sicherlich hatte er das Rentenalter schon erreicht. Dennoch strahlte er eine Vitalität aus, die sie überraschte. Er wirkte, als würde er das Leben jeden Tag aufs Neue entdecken. Vielleicht lag es an dem kleinen Lächeln, das seine Lippen grundlos zu umspielen schien. Aber es konnte auch das Glitzern in seinen Augen gewesen sein, dass sie kurz hatte aufblitzen sehen, als er sich im Café umgeschaut hatte. Es war in Sekundenbruchteilen geschehen, wie immer, wenn sie jemanden traf und sich ein Gefühl zu der entdeckten Person einstellte. Während sie automatisiert die Bestellung des anderen Gastes aufnahm, beobachtete sie ihn aus den Augenwinkeln. Er hatte sich aufrecht auf das Sofa gesetzt und betrachtete die Bilder an der Wand. Sein Lächeln wurde mal größer, mal kleiner. Es verschwand nie ganz und blieb bei seinen Lippen, um sie zu umspielen. Im Hintergrund nahm sie plötzlich die Musik wahr, die sie selbst ausgewählt hatte. In schönsten Klängen erklang eine Klarinette, die mal tief ergreifend und dann wieder zart verschiedene Töne zu einer Melodie verband. Es war eins von den Musikstücken der Klezmermusik, die inneres Glück verbreiten und dennoch eine Spur von Trauer mitschwingen lassen. Es entstand ein Moment, von dem sie wusste, dass er in ihrem Gedächtnis bleiben würde. Ein besonderer Moment. Sie wusste, sie war glücklich, ohne sagen zu können warum. Einer der kostbaren Momente, in denen das Glück grundlos aus dem Herzen kommend den ganzen Körper überflutete. Sie schloss für einen kurzen Moment die Augen und gab sich dem Gefühl hin. Sie war sich sicher, wenn sie diesen Empfindungen intensiv nachspürte, so würde es ihr möglich sein, die Erinnerung daran abzurufen. Heute, morgen, wann immer ihr danach war. Als sie die Augen öffnete, betrachtete sie den Mann eine Weile. Sie sah, dass um seinen Mund herum eine weitere Falte zu entdecken war. Eine der Falten, die entstanden, wenn das Lächeln für lange Zeit nicht den Weg in das Gesicht gefunden hatte. Sie selbst besaß auch so eine Falte, die sich vor vielen Jahren in ihrem Gesicht einen Platz gesichert hatte. Mit den Jahren hatte sie sich eingenistet und auch durch vieles Lächeln, war sie nicht dazu zu bewegen gewesen, ihr Gesicht zu verlassen. Die Frau hatte sie akzeptiert, ihre Falte deren Nachname „Bitterkeit“ war. Sie gehörte zu ihr, wie der ganze Rest ihres Lebens. Es hatte gute Gründe gegeben, warum diese Falte in ihrem Gesicht entstanden war und sie wusste ebenso gut, dass die Ursache der Trauer der Vergangenheit angehörte. Es war vorbei, dennoch wäre sie ohne ihre persönliche Vergangenheit heute eine andere. Deshalb schätzte sie alle Falten um ihren Mund herum gleichermaßen, denn sie war gern die Frau, die sie war. Die Falte, die sich in ihre Haut vor vielen Jahre eingenistet hatte, zeigte ihr jeden Tag aufs Neue, dass sie selbst ihr Leben in die Hand nehmen konnte. Sie konnte alles gut werden lassen und Falten durch Freude und Lächeln entstehen lassen. Als sie sich nun auf das rote Sofa zubewegte, fragte sie sich, ob der neue Gast sich ebenfalls so viele Gedanken über seine Falten gemacht hatte, wie sie. […]

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Begegnung VI oder: Vom Fühlen

Mann_Begegnung

Er ging die Straße hinunter. Es war dunkel und die Straßenlaternen warfen hin und wieder helle Flecken auf den Asphalt. Er betrachtete die gelben Lichtkegel und beobachtete die Schatten der Nacht, die über den Fußweg tanzten. In Gedanken stand er noch immer neben ihr am Herd in der riesigen Küche mit all den anderen Kochkursteilnehmern. Gemeinsam hatten sie versucht die rundesten, schönsten, glattesten Kartoffelknödel herzustellen, die die Welt je gesehen hatte. Das waren nicht einfach nur Kartoffelknödel, sondern seidenen Klöße gewesen, die sie vom Leiter des Kochkurses in Auftrag bekommen hatten. Das Mehl wurde durch Speisestärke ersetzt und schon wurden sie glatt und zart, die Klöße. Er hatte in seinem Leben noch nie so gern Klöße gerollt, wie mit ihr an seiner Seite. Ihr schien es ähnlich zu ergehen. Sie hatten nebeneinander gestanden und er hatte das Gefühl gespürt, das von ihr ausgegangen war und sich in der Mitte zwischen ihnen mit seinem getroffen hatte. Es war ein schönes Gefühl. Ein Gefühl reiner Freude und Wärme. Er hatte es schon so lange nicht mehr gespürt. Als er in ihre Augen geschaut hatte, während sie in völliger Übereinstimmung den Teig in den Händen in gleichmäßigen Bewegungen zu Klößen formten, hatte er es in ihren Augen lesen können: Sie durchströmte das gleich Gefühl wie ihn. Es brauchte keine Worte. Jetzt nicht. Dennoch war er sicher, dass sie Worte finden würden für das was sich zwischen ihnen im Begriff war zu verknüpfen. Ihn hatte in diesem Moment eine große Ruhe überkommen. Eine Ruhe, die er sich immer gewünscht hatte. Einer der vielen Wünsche, die er fast vergessen hatte.
Der Leiter des Kochkurses hatte die Form ihrer Klöße sehr gelobt. Auch über den Geschmack hatte er nur Gutes zu berichten gehabt. Allerdings war er der Meinung gewesen, dass sie zu lange gebraucht hatten, um sie herzustellen. Da mochte er sicher Recht gehabt haben. Seinem Lächeln nach zu urteilen, kannte er auch den Grund dafür. Sie hatten so viel Spaß zusammen gehabt. Er und die Frau, die ihm beim Kochen als Partnerin zugeteilt worden war. Als er über die Straße schritt und in Erinnerung versank, war er geneigt über göttliche Fügungen seine Meinung zu ändern.
Es war der dritte Termin seines Kochkurses gewesen und die Frau, mit der er sich partnerschaftlich einen Herd geteilt hatte, hatte er zu einem Cafébesuch eingeladen. Sie hatte ihn angelächelt und ihm zu verstehen gegeben, dass sie sehr gerne mit ihm in ein Café gehen würde. Erst vor wenigen Tagen hatte er das kleine Café entdeckt, in das er sie ausführen würde. Es lag auf seinem Nachhauseweg, wenn er die Einkäufe in dem großen Supermarkt, der nicht weit von seiner Wohnung entfernt lag, erledigt hatte. Er musste schon sehr oft daran vorbeigekommen sein, aber erst letzte Woche war es ihm aufgefallen, das Café. Als er durch die Fensterscheiben geschaut hatte, war das einladende rote Sofa in seinen Blick gerückt. Ohne darüber nachzudenken, war er durch die Glastür getreten und hatte seine Einkaufstüten neben das Sofa gestellt. Er hatte sich auf das weiche rote Polster sinken lassen und sich für eine kurze Zeit ganz dem Geschmack des leckeren Kaffees hingegeben, den ihm die nette Bedienung zubereitet hatte. In dem Moment, als er den samtigen Bezug des Sofas unter sich gespürt hatte, war ihm bewusst geworden, dass er sie hierher einladen wollte. Sie würde dieses Café genauso gut leiden können, wie er. Dessen war er sich sicher.

Als er sich plötzlich vor der eigenen Haustür wiederfand, war er überrascht. Gedanklich war er so mit ihr und den Erinnerungen an den schönen Abend beschäftigt gewesen, dass er den Nachhauseweg unbewusst gefunden hatte. Als er die Tür zu seiner Wohnung aufgeschlossen und den Flur betreten hatte, sah er das Blinken des Anrufbeantworters. Sorgfältig schloss er die Wohnungstür. Er zögerte, bevor der den Wiedergabeknopf betätigte. Als der Anrufbeantworter das letzte Mal geblinkt hatte, war es seine Frau gewesen. Sie war zwar noch seine Frau, aber sie hatte ihn verlassen. Er lebte jetzt allein und nachdem er einige Zeit gebraucht hatte, um zu verstehen, was in seinem Leben und in ihrer Ehe falsch gewesen war, musste er feststellen, dass es das Beste war, was sie hatte tun können: Ihn zu verlassen. Er hatte den Wiedergabeknopf gerade gedrückt, da hörte er schon die Stimme der Frau, mit der er so viele Jahre Seite an Seite gelebt hatte und die er doch nicht kannte. Sie war wütend, das konnte er an ihrem Tonfall hören. Einem Impuls folgend, löschte er die Aufnahme, bevor er erfuhr, was sie von ihm wollte. Er atmete laut aus und ging in die Küche, um sich ein Glas Rotwein einzuschenken. Dann setzte er sich auf den Balkon und genoss die Erinnerung an den schönen Abend, während er den Schatten der Nacht beim Tanzen zuschaute.

Neues vom Sofa: Der Brief

Das Sofa-11

Als die Frau auf dem Sofa Platz genommen hatte, dauerte es keine Minute und sie hatte den Zettel aus ihrer Handtasche gezogen. Noch bevor sie ihn auseinander falten konnte, sah sie die Bedienung auf sich aufmerksam werden. Die Frau hielt den Zettel, der eigentlich ein Blatt Briefpapier war, mit ihren Händen fest umschlossen. Sie schaute die Bedienung an, die lächelnd hinter ihrer Theke hervorkam, um direkt auf ihren neuen Gast zu zusteuern.

Die Bedienung betrachtete die Frau, die sich auf dem roten Sofa niedergelassen hatte. Sie hatte die Frau noch nie in ihrem Café gesehen. Die Bedienung schätzte, dass sie noch keine vierzig Jahre alt war. Sie hatte etwas Trauriges in ihrem Blick. Das war das Auffälligste an der Frau. Das Traurige. Die Frau trug eine braune Jacke, die sie gerade im Begriff war auszuziehen. Darunter kamen ein grauer Pullover  und eine Jeans zum Vorschein. Sie trug graue Halbschuhe. Keinen Schmuck, aber dafür eine Handtasche, die den gleichen braunen Farbton hatte, wie die Jacke, die die Frau sorgfältig auf den Kleiderständer gehängt hatte. Als die Bedienung an den Tisch der Frau trat, sah sie in die ungeschminkten braunen Augen der Frau und dachte, dass ihre kurzen braunen Haare vielleicht der ausschlaggebende Faktor bei der Wahl der Jacke gewesen sein könnten. Den braunen Augen der Frau fehlte jeglicher Glanz. Stumpf, aber nicht ohne Schönheit, schauten sie erwartungsvoll in die Augen der Bedienung. Der Gedanke, dass diese Augen einmal sehr schön gewesen sein mussten, bevor die Traurigkeit die Frau ereilt hatte, durchdrang die Bedienung, bevor sie ihren neuen Gast begrüßte und nach den Wünschen fragte. Die Frau bestellte ein Glas Sprudelwasser. Als die Bedienung sich vom Tisch entfernt hatte, betrachtete die Frau auf dem Sofa den Brief in ihren Händen. Es war ein nicht ganz weißes Papier. Elfenbein oder Champagner nannte man dieses Weiß wohl. Auch wenn es mittlerweile einen leichten Grauton angenommen hatte. Das fortgeschrittene Alter war dem Brief anzusehen. Die Frau ließ ihre Finger vorsichtig über das Papier gleiten, es war etwas rauer als das, was die Frau für ihre Briefe benutzte. Sie nutzte zum Schreiben stets das billige Kopierpapier, das ihr Mann für ihren Drucker zu Hause kaufte. Das Papier, das sie nun in den Händen hielt, war ein besonderes Papier. Es war schwerer als das was die Frau kannte und es fühlte sich fester an. Sie ließ ihre Finger vorsichtig darauf ruhen. Der Brief war oft gefaltet worden. Das war offensichtlich, als sie den Brief das erste Mal auseinandergefaltet hatte.

Die Bedienung trug die Bestellung der Frau auf dem Tablett vor sich her, als sie sich erneut dem Sofa näherte. Sie stellte der Frau das Wasser mit einem lächelnden Nicken auf den Tisch. Als sie sich umgedreht hatte, um zurück zur Küche zu gehen, zuckte ihr der Gedanke durch den Kopf, dass die Frau auf den ersten Blick wirkte, als hätte sie nichts zu erzählen. Nichts, was sie eventuell beschäftigte, drang nach außen. Sie saß reglos auf dem Sofa. In ihrem Gesicht gab es nichts, was es zu lesen gegeben hätte, es war ebenso unbeweglich, wie die gesamte Erscheinung der Frau. Bis auf die Traurigkeit im Blick der Frau gab es nichts, was über ihren Gemütszustand etwas erahnen lassen würde. Auf den ersten Blick schien es, als gäbe es nichts im Inneren der Frau, was es sich lohnte nach außen gelassen zu werden. Mit einem Lächeln auf den Lippen schalt sich die Bedienung einen Dummkopf. Gerade sie sollte es besser wissen: Wie oft hatte sie schon über Menschen gedacht, dass diese nichts zu erzählen gehabt hätten, sie nichts beschäftigen würde, sie eine leere Hülle waren, die nur ihr Leben lebten, um die Erwartungen anderer erfüllen zu können? Genauso oft, wie sie eines Besseren belehrt worden war. Die Bedienung hatte die Erfahrung gemacht, dass es oft die Menschen waren, die auf den ersten Blick nichtssagend aussahen, die letztendlich am meisten zu erzählen hatten. Nur taten sie dies nicht. Dafür konnte es die verschiedensten Gründe geben. Entweder waren es so viele unschöne Dinge, die nicht erzählt werden wollten. Oder es gab niemanden der ihnen je zugehört hatte. Manchmal hatten diese Menschen auch Angst, das nach außen zu tragen, was sie beschäftigte, weil es nicht weniger als ihr Leben in Frage stellen würde, wenn sie ihren Gedanken und Gefühlen freien Lauf ließen. Manchmal waren die bewegenden Gefühle der Menschen aber auch verschüttet, um nicht an die Oberfläche dringen zu müssen. Zu schmerzhaft wäre, was zu Tage treten könnte. Wenn diese Menschen sich aber doch dazu entschließen konnten über ihre Gedanken und Gefühle zu sprechen, dann waren das meistens die interessantesten und ehrlichsten Gespräche. Ein Blick über die Schulter zu der Frau, die auf dem Sofa saß und ein zusammengefaltetes Papier in den Händen hielt, den Blick fest darauf gerichtet, ließ die Bedienung fragen, was diese Frau wohl für Gedanken hatte. Dann rief sie ein anderer Gast und sie musste alle Überlegungen beiseite schieben. Mit der sicheren Gewissheit, dass sie diese zu einem späteren Zeitpunkt erneut aufgreifen würde.

Die Frau saß mit dem Brief in der Hand auf dem roten weichen Polster des Sofas. Während sie die Papierstruktur des Briefes fixierte, verlor sich ihr Blick und sie versank in Gedanken zu dem Zeitpunkt zurück, an dem sie den Brief auf dem Boden liegend gefunden hatte. Das war keine Stunde her. Sie war, wie immer donnerstags, zum Einkaufen in den großen Supermarkt gefahren. Das tat sie schon seit Jahren. Am Donnerstag fuhr sie zum Einkaufen. Ihr Mann hatte, wie jeden Mittwoch, einen Einkaufszettel für sie angefertigt. Als sie nun auf dem Sofa saß, fragte sie sich, was aus dem Einkaufszettel geworden war. Sie musste ihn wohl verloren haben, als sie den Brief gefunden hatte. Vielleicht lag er noch im Einkaufswagen, den sie gedankenverloren und leer, zurück in seine Reihe gestellt hatte? Letztendlich war der Einkaufszettel für ihren wöchentlichen Besorgungen unwichtig. Sie hätte jede Woche den von der vorherigen nutzen können. Es stand in der Regel immer das gleiche darauf. Das, was ihr Mann und sie gerne aßen oder wenigstens glaubten zu mögen. Schließlich probierten sie nie etwas Neues aus. Das galt nicht nur für Lebensmittel. Sie versuchte den Gedanken wegzuwischen, er kam ihr momentan unwichtig vor.

Sie hatte den Zettel direkt am Eingang gefunden. Sie war noch nicht einmal bis zur Obstabteilung gekommen, als sie ihn am Boden hatte liegen sehen. Sie hatte sich gebückt, um ihn aufzuheben. Schon als sie ihn verloren am Boden hatte liegen sehen, war ihr der Gedanke gekommen, dass dies eine sehr lange Einkaufsliste sein musste. Als sie das Papier in den Fingern gespürt hatte, wusste sie instinktiv, dass es etwas anderes sein musste. Sie hatte den Brief angeschaut, war mit den Fingern vorsichtig über seine Falten gewandert und hatte die vergilbten Ränder wahrgenommen. DAS war kein Einkaufszettel. Sie hatte ihn vorsichtig auseinandergefaltet und bevor sie die Zeilen gelesen hatte, war ihr bewusst, dass es ein persönlicher Brief war, der mit Tinte geschrieben worden war. Die Handschrift war klein, zierlich und jeder Buchstabe sah aus wie gemalt. Sie hatte als erstes auf das Datum in der oberen rechten Ecke geschaut und war überrascht gewesen, dass der Brief zwölf Jahre alt war. Wie kam ein Brief nach mehr als zehn Jahren in diesen Supermarkt, war eine Frage, welche die Frau zu gern auf der Stelle hätte beantwortet haben wollen. Wer hatte ihn verloren? Das war die Frage, die direkt danach folgte. Der Brief begann mit den Worten: Mein lieber Eduard. Er endete mit den Worten: Deine Dich immer liebende Sarah. Die Frau hatte den Brief angestarrt und ohne den Teil zwischen Anfang und Ende gelesen zu haben, wieder zusammen gefaltet. Offenbar war es ein Liebesbrief. Die Frau hatte sich plötzlich wie jemand gefühlt, der an einem Fenster stand und jemanden beobachtete, der davon nichts wusste. Das hatte etwas Voyeuristisches und nichts mit ihr zu tun. Also hatte sie den Brief wieder eingesteckt. Sie hatte versucht ihre volle Konzentration und Motivation auf die Erledigung ihrer Einkäufe zu fokussieren. Nachdem sie jedoch drei Mal um die Gurken, die Tomaten und die Kartoffeln gekreist war, musste sie feststellen, dass ihr Einkaufswagen nach wie vor leer war und ihr Kopf drohte vor lauter Fragen auseinander zu platzen. Sie hatte sich an den Rand der Obst- und Gemüseabteilung gestellt. Als sie den Brief erneut aufgeklappt hatte, waren die Weintrauben und die Birnen, zwischen denen sie sich platziert hatte, vergessen. Sie las:

Neues vom Sofa: Zwei unter einer Decke

Das Sofa-11

Der Mann betrat das Café nur zögerlich. Bedächtig setzte er einen Fuß vor den anderen. Es war als würde er Neuland betreten. Dies hatte weniger mit dem zu tun, dass er dieses Café zum ersten Mal betrat. Vielmehr waren es die Gründe, die ihn hierher geführt hatten. Er hatte etwas gewagt. Etwas, was er nie für möglich gehalten hätte und das so schön war, dass er an manchen Tagen nicht wusste, ob das wirklich wahr sein konnte. Aber es war die Realität. Die Realität seines Gefühlslebens. Er zögerte. Welcher Platz war frei und wo wollte er sitzen. Diese Fragen hatten ihn sein Leben lang aufgehalten. Nicht nur bei der Wahl eines Sitzplatzes. Was war richtig, was war falsch? Wollte er hier sitzen oder woanders? Gab es vielleicht auch noch irgendwas dazwischen? Etwas, was nicht so offensichtlich war? Welche Vorteile hatte der eine Platz im Vergleich zum anderen? Er wusste, dass diese Fragen in Bezug auf den Sitzplatz eines Cafés trivial waren. Weniger leicht waren seine Gedankengänge, wenn es um die anderen Fragen ging. Die Fragen die nicht weniger betrafen als sein Leben.[…]

 […] Sie hatte vor der Tür gestanden und durch die Fensterscheibe geschaut. Sofort hatte sie ihn auf dem Sofa sitzend erkannt. Sie schaute sich das Bild an und wünschte, sie hätte es zeichnen können, um es festzuhalten. Es war voller Schönheit, Wärme und Ruhe. Sie holte ihren Fotoapparat aus der Tasche und fotografierte ihn durch die Scheibe. Sie wollte dieses Bild gerne behalten. Er sah glücklich aus. Ein kostbarer Augenblick. Sie wusste, was es für ihn bedeutete, weil es für sie die gleiche Bedeutung hatte. Sie sah seine Gefühle in ihren eigenen Augen, als sie ihr Spiegelbild in der Fensterscheibe betrachtete. Gleich nochmal drückte sie auf den Auslöser. Es war ein Bild von ihm auf dem Sofa und von sich selbst in der Spiegelung der Fensterscheibe. Sie wartete einen Augenblick vor der Tür, um der Welle des Glücks die Möglichkeit zu lassen jeden Raum ihres Körpers einzunehmen. Es hatte so selten den Weg zu ihr gefunden, das Glück, wenn es schon einmal da war, wollte sie jede Sekunde nutzen, um es dem Glück so schön wie möglich in ihrem Körper zu machen. Vielleicht mochte es dann wiederkommen, das Glück. Als sie die Augen einen Augenblick später aufschlug, saß er noch immer auf dem Sofa. Er hatte eine Tasse in der Hand und als er kurz aufschaute, trafen sich ihre Blicke. Sie versank im Blau seiner Augen. Die Realität schwand, das tat sie immer, wenn sie ihn sah. Der Blick in seine Augen war das Tor zu der Wirklichkeit, die nur sie beide kannten. […]

Neues vom Sofa: Stalking

Das Sofa-11

Hier gibt es eine Leseprobe des neuen Kapitels Stalking aus: Neue Geschichten vom Sofa. Das vollständige Kapitel steht zum kostenlosen Download drei Tage zur Verfügung:

http://www.loulila.de/leseproben.html

Sie stürmte in das Café und ließ sich direkt auf den nächsten freien Platz fallen. Sie nahm nicht wahr, dass es sich bei ihrem Sitzplatz um ein weiches rotes Sofa handelte. Sobald sie sich hingesetzt hatte, rutschte sie bis an seinen Rand heran und schaute sich hektisch im Café um, bereit sofort aufzustehen und erneut zu fliehen. Ihr Atem ging stoßweise und viel zu schnell. Ihr Herz raste, als wollte es einem imaginären Ziel möglichst schnell entgegensteuern. Ihr Blick fiel auf den nahe am Sofa hängenden Spiegel. Unvorbereitet traf sie ihr eigener gehetzter Gesichtsausdruck und die Angst in den eigenen Augen erschreckte sie. Sie zuckte zusammen und begann zu zittern. Warum musste ihr das passieren? Sie versuchte zur Ruhe zu kommen, aber ihr Herz wollte einfach nicht langsamer werden. Sie schloss die Augen, schon allein um nicht mit ihrer eigenen Angst konfrontiert zu werden, und versuchte bis zehn zu zählen. Erst beim dritten Versuch konnte sie sich an alle Zahlen erinnern und auch ihr Herz fühlte sich an, als wollte es wenigstens ein wenig langsamer werden. Als sie die Augen öffnete, stand die Bedienung vor ihr. Sie schaute sie lächelnd an und das erste, was sie sagte war: «Kann ich ihnen vielleicht helfen? Geht es Ihnen nicht gut?» Sie schauten sich eine Weile an und es war der Bedienung als würde sie ein kurzes Zögern im Blick der jungen Frau erkennen, aber dann war der Moment verflogen und ihr Gast auf dem Sofa antwortete: «Nein, es ist alles in Ordnung, vielen Dank. Könnten sie mir bitte eine große Apfelsaftschorle bringen?» Die Bedienung lächelte und antwortete: «Natürlich. Gerne! Wenn sie dennoch etwas brauchen sollten, lassen sie es mich bitte wissen.» Dann ließ die Bedienung die junge Frau mit der Gewissheit allein, dass sie Hilfe bekommen würde, wenn sie welche brauchen sollte. Diese schaute vom Sofa aus der netten Bedienung nach und bedauerte, dass sie ihr nicht alles erzählen konnte. Sofort schämte sie sich bei diesem Gedanken. Die Frau hatte doch anderes zu erledigen. Dennoch war die Versuchung groß, als die Bedienung ihr das Glas brachte und sie anlächelte, bevor sie einen weiteren Gast nach seinen Wünschen fragte. Die junge Frau blieb allein auf dem Sofa zurück, versunken in den Gedanken, wie alles angefangen hatte.

Sie wohnte jetzt seit einem Jahr in der Stadt. Das Studium hatte sie hierher verschlagen. Es war nicht leicht gewesen eine kleine bezahlbare Wohnung zu bekommen, aber sie war schon immer ein Glückspilz gewesen, jedenfalls hatte sie sich das ihr ganzes Leben lang eingebildet. Die Wohnung gehörte einer älteren Dame und offenbar hatte diese gefallen an ihr gefunden. Der Mietvertrag wurde unterzeichnet und von da an wohnte sie auf neunundzwanzig Quadratmetern und fühlte sich in ihrem kleinen Reich mehr als wohl. Die Wohnung lag unter dem Dach und hatte ausschließlich kleine Dachfenster, die ihr den Blick in den Himmel erlaubten. Abends, wenn sie in ihrem Bett lag, konnte sie die Sterne am Himmel durch ihr Fenster beobachten. Sie liebte ihre Wohnung. Es war für sie der Ort, an dem sie am liebsten war. Dass sich alles veränderte, hatte vor einigen Monaten angefangen. Mit einem Anruf, dem sie nicht allzu große Bedeutung beigemessen hatte. Es hatte geklingelt und sie hatte den Hörer abgenommen. Als sie ihren Namen gesagt hatte, hörte sie nichts, außer einem Atem in der Leitung. Sie hatte aufgelegt und den Anruf vergessen, bis es wenige Tage danach wieder geklingelt hatte. Alles war wie beim ersten Mal gewesen: Sie dachte, es hätte sich jemand verwählt. Beim dritten Mal war sie gerade zur Tür herein gekommen und das Klingeln des Telefons hatte sie kurz zögern lassen, bevor sie den Hörer abgenommen hatte. Sie hatte angenommen, dass sie wieder den Atem eines Menschen hören würde. Unwillkürlich hatten sich damals ihre Haare am Unterarm aufgestellt und sie hatte ein unangenehmes Kribbeln im Nacken verspürt. Sie erinnerte sich gut an die Abscheu, die sie empfunden hatte, als sie den Hörer ans Ohr gehalten und ihren Namen gesagt hatte. Es war kein Atem gewesen, was ihr Ohr erreichte, diesmal war es ein Stöhnen. Sofort hatte sie aufgelegt und sich auf ihr Bett gesetzt. Als sie versucht hatte einen klaren Gedanken zu fassen, war ihr Blick auf die offene Wohnungstür gefallen. Schnell war sie aufgesprungen, hatte sie mit einem Knall geschlossen, um gleich darauf nach dem Wohnungsschlüssel zu suchen, mit dem sie dann zwei Mal von innen abgeschlossen hatte. Die Angst hatte damals Einzug in ihre Welt gehalten und war seit dem nicht mehr gegangen.

Sie nippte an ihrem Glas und bemerkte weder den Geschmack des Apfelsaftes, noch das Prickeln der Kohlensäure. Ihre Erinnerung war damit beschäftigt die Stationen des Leids zu besuchen. Der Anrufer war nicht beim Atmen und Stöhnen geblieben. Irgendwann hatte er auch zu sprechen angefangen. Sie hatte die Stimme nicht erkennen können, aber vielleicht hatte er sie verstellt. Es war ein Mann. Ein junger Mann, würde sie vermuten. Bald hatten seine Anrufe sie täglich belästigt. Wenn er ihr nicht ins Ohr stöhnte oder Beschimpfungen entgegenschleuderte, dann hatte er Sachen gesagt, die ihr noch in der Erinnerung die Angst durch den Körper jagten. «Mir gefällt Deine Bettwäsche. Die gelben und die roten Kreise passen so schön zusammen», war sein erster persönlicher Satz gewesen. Sie hatte augenblicklich das Gespräch unterbrochen und den Hörer weit von sich geworfen. Sie hatte auf ihrem Bett gesessen und ihre Bettwäsche betrachtet. Der Anrufer hatte Recht. Weil die gelben und die roten Kreise so gut harmonierten, hatte sie die Bettwäsche ausgewählt. Sie hatte eine Beklemmung in sich aufsteigen spüren, von der sie nicht einmal gewusst hatte, dass sie irgendwo in ihrem Körper versteckt gewesen war. In ihren Gedanken war sie alle Menschen durchgegangen, die sie als Besucher in ihrer Wohnung empfangen hatten. Da ihre Wohnung nur aus einem Zimmer bestand, hatte jeder Besucher Gelegenheit alles in den Blick zu nehmen, auch das Bett war sofort für jeden sichtbar. Aber keiner ihrer Besucher hätte sie diese Anrufe zugetraut. Zwei Arbeitsgruppen aus der Uni, hatten sich in ihrer Wohnung getroffen. Sie hatte alle männlichen Kommilitonen gründlich unter die Lupe genommen. Sie war sich sicher, dass es keiner von denen sein konnte. Aber wie konnte sie sicher sein? Nur weil die Stimme zu keinem von ihnen passte? Vielleicht verstellte er seine Stimme? Vielleicht war sie beim Einkauf der Bettwäsche beobachtet worden? Ein Blick in den Himmel durch das Dachfenster hatte ihr die Gewissheit verschafft, dass es keinesfalls jemand gewesen sein konnte, der sie durch ihr Fenster beobachtet hatte. Es sei denn, es war jemand, der an ihrem Fenster vorbeigeflogen war, was wirklich auszuschließen war. Sie hatte die Bettwäsche gewechselt und danach eine Weile den Tränen freien Lauf gelassen. Seit diesem Tag kontrollierte sie mehrfach, ob sie sich auch eingeschlossen hatte, wenn sie allein zu Hause war. […]

Neues vom Sofa: Eine Leseprobe

Das Sofa-11

Aus dem Kapitel:  Auf ewig dein

Er kam zur Tür herein und der erste Gedanke, der ihr zu diesem Mann einfiel war, dass ihr nichts einfiel. Sie würde sich sein Gesicht kaum merken können. Dies wurde ihr sofort bewusst, als sie auf ihn zuging, um seine Bestellung aufzunehmen. Ihr Café hatte sich sichtlich gelehrt und es waren nur noch vereinzelte Plätze an den Tischen besetzt. Die Cafébesitzerin schaute auf die Uhr und stellte fest, dass sie nur noch zwei Stunden von ihrem Feierabend trennten. Sie beobachtete, wie der Mann, den sie auf ein Alter von ca. 60 Jahren schätzte, sich auf das freie Sofa setzte. Ganz an den Rand. Seine Hand hatte die Armlehne umschlungen, als wollte er sich daran festhalten. Seine Füße standen akkurat nebeneinander und er saß in der Ecke des Sofas, als wollte er sich darin verkriechen und unsichtbar machen. Als sie vor ihm stand, schauten sie durch dicke Brillengläser zwei erschrockene große braune Augen an.

Als er einen Tee bestellt hatte, drehte sich die Frau um und verschwand in der Küche. Er war allein mit sich und seinen Gedanken und er wusste, dass ihm nicht mehr viel Zeit blieb. Es überraschte ihn, dass er sich wie immer fühlte. Nach allem, was an diesem Tag passiert war, hätte er mehr erwartet als die Leere, die ihn erfüllte. Die nette Frau, hatte ihm den Tee auf den Tisch gestellt und als er das Glas mit der dampfenden bernsteinfarbenen Flüssigkeit betrachtete, fühlte er wenigstens nicht das Bestreben sich beeilen zu müssen. In den letzten vierzig Jahren war das Gefühl sein ständiger Begleiter gewesen. Nun war es gegangen. Seltsam. Er war sich nicht sicher, ob es nicht heimtückisch wieder auftauchen würde. Ihm kam in den Sinn, wie sie ihn das erste Mal angetrieben hatte. Da waren sie auf einer Wanderung gewesen und sie wollte unbedingt mit ihm den Gipfel des Berges, dessen Namen er verdrängt hatte, erklimmen. Er hatte in seiner Naivität angenommen, dass es dabei um einen vergnüglichen Ausflug gehen würde. Er hatte gedacht, dass wandern Spaß machen sollte. Mit ihrem Ehrgeiz hatte er nicht gerechnet. Ebenso unvorbereitet hatte ihn ihr Ausdruck Versager getroffen, als er sich auf eine Bank gesetzt hatte, um sich auszuruhen. Damals war er ein ganz normaler junger Mann gewesen, der diesen Ausdruck noch nie mit sich in Verbindung gebracht hatte. Ihn aus dem Mund der Frau zu hören, die er über alles liebte, verletzte ihn zutiefst. Ihre Entschuldigung am Ende des Tages hatte jedoch aufrichtig geklungen und er hatte sie zu gerne angenommen. Dachte er doch, dass es sich um ein einmaliges Versehen ihrerseits gehandelt hatte. Seine Liebe zu ihr hatte der Vorfall keinesfalls in Frage gestellt.

Wenn er sich versuchte vorzustellen, wie er gewesen war bevor er sie getroffen hatte, erkannte er sich selbst nicht in diesem Mann wieder. Er war damals ein anderer gewesen. Jemand, der vor langer Zeit gestorben war. Der Mann, der jetzt auf dem Sofa saß, war er eigentlich gar nicht. Oder war es genau anders herum? Ab heute bestand zumindest die Möglichkeit es herauszufinden. Er trank einen Schluck des heißen Tees und das erste Mal seit vielen Jahren genoss er es: Das Gefühl nicht gehetzt zu werden. Keine Angst mehr haben zu müssen. Er hatte vergessen, wie sich das anfühlte. Aber in seinen Zellen war die Erinnerung daran noch gespeichert. Vielleicht konnte sie doch wieder ein Teil von ihm werden, die Ruhe.

Nach der ersten Beschimpfung auf dem Weg zum Gipfel, folgte nach nur kurzer Zeit die Zweite. Es dauerte nicht lange, dann hatten sie zum täglichen Allerlei gehört. Er hatte schnell die ganze Palette ihrer Boshaftigkeiten kennengelernt. Wenn sie ihn nicht als Versager beschimpft hatte, dann war er der Feigling und der Nichtsnutz. Bald war es ihm so vorgekommen, als habe sie seinen Namen komplett aus ihrem Gedächtnis gestrichen. Egal, was er auch tat, sie hatte ihn kritisieren müssen. Nein, es war mehr als einfaches kritisieren. Demontage traf es wesentlich besser. In den letzten vierzig Jahren seines Lebens hatte sie keinen Tag ausgelassen ihn bis ins tiefste Mark zu kränken. Wenn er für sie gekocht hatte, rümpfte sie die Nase. In den letzten zehn Jahren hatte sie ihre Wut über ihn und sein Versagen immer weniger kontrollieren können. Es passierte immer häufiger, dass sie ihm die vollen Teller vor die Füße schmiss. Unter ihrem bösen Blick und ihrem permanenten Gezeter war er auf Knien durch die Küche gerutscht, um alles aufzuwischen. Da hatte er schon jegliches Aufbegehren gegen die Situation und vor allem gegen sie aufgegeben. Sie war übermächtig in ihrem Zorn. […]

Unser Programm für einen Abend voller Geschichten!

Programmheftbild

Lesevergnügen im Café „Kö“ 

 Ein Sofa – zwei Hunde – und jede Menge Geschichten –

Lassen Sie sich überraschen!

Programm

 Einstimmung in den Abend

 Die Autorin Lou Lila

„Geschichten vom Sofa“: Am Ende

Musikalisches Intermezzo:  Bach – Fifteen Two-Part Inventions

Die Autorin Nicola Tölle

„Herz-Damen“: Das Rudel

 Pause

 Einstimmung in den zweiten Teil der Lesung

„Geschichten vom Sofa“: Der Mann und das Bild

Musikalisches Intermezzo: Mozart-Duo

„Herz-Damen“: Aus dem Leben von Luna und Phalène

 Musikalischer Ausklang: Beethoven Minuetto

Zeit für Gespräche

Für die musikalische Untermalung des Abends sorgen David Mohr und Frederike Szary am Saxophon, denen an dieser Stelle schon unser besonderer Dank gilt!