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Lesen ist mindestens so entspannend wie zeichnen…

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Elfen im Watt: Ein Buch entsteht

Wattenmeerelfen

Ein weiteres Buchprojekt nimmt langsam Formen an. Wenn nur mehr Zeit wäre…. Wahrscheinlich werden alle Bücher gleichzeitig fertig – in dem Jahr, in dem ich in Pension gehe!

 

Zeitvertreib für Erwachsene

Ausmalbild Kindergarten

Auf das Malbuch „Mal meine Möpse an“ bin ich durch die letzte Ausgabe von „Ladies night“ mit Gerburg Jahnke aufmerksam geworden. Dabei handelt es sich um ein Ausmalbuch für Erwachsene. Auch wenn sich dadurch einige Fragen erübrigen, wie zum Beispiel: Ist Sexismus in diesem Land ein Thema? (Offenbar ja) wirft es andere Fragen auf.  Neben: Wer kauft so was?  beschäftigt mich ebenfalls die Frage: Gibt es noch mehr Ausmalbücher für Erwachsene?
Bei der Recherche fallen zwei Produkte ins Auge. Zum einen gibt es ein Penistheaterbuch, das sicherlich viel Freude bringt, wenn man seine Zeit gern in Mitmachbücher investiert. Jeder der Kinder hat, kennt diese Art von Büchern. Bei Kindern heißen diese Bücher: Fingertheater. Ein Beispiel: Es gibt ein Bild von einem Elefanten, mit einer fingerdicken Aussparung für den Finger. Damit wäre auch das Penismitmachbbuch erklärt. Nur, dass die Aussparung nicht fingerdick ist. Ich bezweifle jedoch, dass sich die Freude der weiblichen Zuschauer mit denen der Kinder vergleichen lässt, die am Fingertheater teilhaben dürfen.
Zum Anderen konnte ich Malbücher entdecken, die nach dem Prinzip „Ziffern verbinden“ funktionieren. Die heißesten Stellungen zum Nachfahren. Das schult nicht nur die Feinmotorik der Finger, sondern sicherlich auch das, was unter die Rubrik: Erwachsenenzeitvertreib fällt.
Dabei kam mir eine Idee. Wie würde denn ein Buch für Frauen aussehen? Vielleicht ein Stickerbuch. Ich kenne viele Frauen, die als Mädchen Aufkleber in Bücher klebten. Gäbe es ein Buch für Frauen, so wäre es möglich der Frau am Schreibtisch genauso viele Geldscheine aufzukleben, wie dem Mann, der neben ihr sitzt und die gleiche Arbeit verrichtet. Würde unter die Rubrik fallen: Gleichberechtigt – oder ich kleb Dir eine. Es wäre auch ein „Ziffern-verbinden-Buch“ für Frauen denkbar. Dort gäbe es Bilder zum Verbinden, die Männer bei der Hausarbeit zeigten. Ein weiteres Bild könnte eine nächtliche Situation zeigen: Er steht nachts neben dem schreienden Kind, während die Frau schläft. Dann: Der Mann am Herd, der Mann bringt das Kind in den Kindergarten… Gleichberechtigung von 1 bis 100. Nach dem Motto: Ich schaffe mir die Welt, wie sie mir gefällt. Morgens die Rama- Werbung und abends die Mitmachbücher. Klingt unrealistisch? Wahrscheinlich, aber der Busen, den Männer ausmalen sollen, haben auch die wenigsten Frauen.

Drum rum sind die Geschichten

Nachtcafé

Ich sitze in einem Café. Eine Frau setzt sich ein paar Tische weiter auf einen Stuhl. Ich schaue sie an und schon galoppiert meine Fantasie los. Ich dichte ihr ein komplett erfundenes Leben an. Um es gleich mal auf die Spitze zu treiben: Die Leben, die sich in meiner Vorstellungswelt entspinnen sind sehr wahrscheinlich weit weg von der Realität, dafür sind sie sehr unterschiedlich: Von der Existenz der Dame als Auftragkillerin, bis hin zur Hauswirtin, die ihren Nachbarn in den Wahnsinn treibt, sind mehrere Varianten möglich. Vielleicht ist sie aber auch die Frau, die jeden Tag zur Arbeit geht, abends kocht und dann noch Sport macht. Wer weiß das schon? Es wäre auch möglich, dass ich sie mir als unbescholtene Kommissarin ausmale und die Einstiegsgeschichte eines neuen Romans zurecht denke.
Als ein Pärchen sich einen Tisch weiter dazu setzt, ist die Dame vergessen und das Gedankenkarussell beginnt von neu. Nein, sie ist nicht ganz vergessen, aber die erfundenen Geschichten rücken in den Hintergrund. Ich praktiziere das, seit ich Kind war. Mein eigenes Unterhaltungsprogramm, wenn das Lesen mal nicht möglich war. Damals war die Frau an der Kasse mit dem russischen Akzent eine Prinzessin, die nicht wusste, dass sie einem Königshaus entsprungen war. Der Mann, der mir jeden Morgen mit seinem Hund begegnete, war ein Privatdetektiv und der arbeitslose Nachbar war ein heimlicher Millionär. Das Spinnen eigener Geschichten im Kopf bescherte mir schon immer schöne Stunden. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Nicht jede Geschichte ist es wert zu Ende gedacht zu werden. Einige schon. Andere wahre Geschichten sind dagegen so unglaublich, dass sich die Fantasie niemals freiwillig so etwas ausdenken würde, jedenfalls nicht ohne Weiteres. Es lohnt sich jedoch oft genauer hinzuschauen: Was für Menschen begegnen mir und was tun sie? Manchmal fügen sich so zwei oder mehrere Geschichten, die nichts miteinander zu tun haben, zusammen. Machmal wird alles erfunden und das einzige Reale ist die Person in ihrer Erscheinungsform. Was aus meiner Sicht spannender ist als das Aussehen oder die Erscheinung: Was macht die Person und vor allem warum? Das Riesenrad der Spekulationen darf in Gang gesetzt werden: Warum tut die Person genau DAS und nichts ANDERES? Da kann man ganz oft sehr daneben liegen, was nicht schlimm ist, wenn es für die erfundene Geschichte von Wert ist. So eine erfundene Geschichte hat den Vorteil dass sie rund ist. Eins fügt sich zum anderen. So wie ich das möchte. Ob das wirklich so ist oder nicht…für die Geschichte ist es real. Manchmal kommt man beim Spekulieren über die Beweggründe einer Person sehr dicht an die Wirklichkeit anderer einzelner Personen heran. Ohne es zu wissen oder gar zu wollen. Aber auch da gilt: Es ist eine erfundene Geschichte und wenn es den einen oder anderen anspricht, weil er sich entdeckt oder erkannt fühlt, dann kann man nur hoffen, dass es positive Denkanstöße hinterlässt. Denn auch wenn sich Menschen noch so sehr wiederzukennen glauben – es bleibt eine erfundene Geschichte. Aber was ist schon Wirklichkeit und was Fiktion? Das philosophisch zu ergründen würde wohl zu lange dauern. Genau hinschauen und Geschichten entdecken geht hingegen ganz schnell!

Unser Programm für einen Abend voller Geschichten!

Programmheftbild

Lesevergnügen im Café „Kö“ 

 Ein Sofa – zwei Hunde – und jede Menge Geschichten –

Lassen Sie sich überraschen!

Programm

 Einstimmung in den Abend

 Die Autorin Lou Lila

„Geschichten vom Sofa“: Am Ende

Musikalisches Intermezzo:  Bach – Fifteen Two-Part Inventions

Die Autorin Nicola Tölle

„Herz-Damen“: Das Rudel

 Pause

 Einstimmung in den zweiten Teil der Lesung

„Geschichten vom Sofa“: Der Mann und das Bild

Musikalisches Intermezzo: Mozart-Duo

„Herz-Damen“: Aus dem Leben von Luna und Phalène

 Musikalischer Ausklang: Beethoven Minuetto

Zeit für Gespräche

Für die musikalische Untermalung des Abends sorgen David Mohr und Frederike Szary am Saxophon, denen an dieser Stelle schon unser besonderer Dank gilt!