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Mal was ganz anderes. Ein Techniktipp für alle, die Geschichten schreiben

KrimimimiIgenogramm

Als allererstes: Die Personen im abgebildeten Genogramm gibt es nur in meiner Phantasie und wenn alles gut geht, irgendwann auch als fertige Romanfigur in meinem vollendeten Krimi. Namen und Personen sind ausgedacht. Worum es aber eigentlich geht:

Ich habe iGenogram für mich entdeckt. Das ist ein Programm für das iPad, mit dem sich Genogramme erstellen lassen. Eigentlich benötige ich das Programm für meine Weiterbildung zur systematischen Familienberaterin bzw. zur Therapeutin. Jetzt hat mich aber ein ganz lieber Freund, der ebenfalls das Programm für die selbe Weiterbildung nutzt, auf die Idee gebracht, dass sich iGenogram für meine Geschichten und vor allem für das Schreiben meines Krimis einsetzen lässt. Die Idee ist super und ich danke an dieser Stelle Jakob ganz herzlich für diese Idee.

So viele Vorteile:

Ich behalte den Überblick, sehe sofort die Familienverhältnisse und wie die Personen zueinander stehen. Je nachdem welche Entwicklungen sich ergeben, können weitere Notizen eingegeben werden und ich muss nicht andauernd in meinen Unterlagen nachschlagen, wer wann wie mit wem was getan hat!!

Das Programm kostet nur ca. 15 Euro, ist selbsterklärend und sehr bedienungsfreundlich. Unbedingt empfehlenswert, nicht nur für Therapeuten, sondern auch für alle, die beim Geschichten schreiben den Überblick behalten wollen!

Ein neuer Tachelespodcast ist online: Feminismus lohnt sich-auch für Männer

Podcast

In der aktuellen Sendung des Tachelespodcast beschäftigen wir uns damit, dass der Feminismus aktueller ist, als gedacht. Zumindest, wenn man in einer gerechteren Welt leben möchte. Aber selbst, wenn dieser Anspruch nicht bestehen sollte, so ist es dennoch sinnvoll eine gleichberechtigte Welt anzustreben. Die Fakten sprechen für sich: In Nationen mit mehr Gleichberechtigung sind die Menschen zufriedener, der Wohlstand ist größer, Beziehungen sind harmonischer und wen das noch nicht überzeugt hat: Es gibt den besseren Sex. Und da Sex sells – sollten jetzt alle Zweifel beseitigt sein. Aber hört selbst. Viel Spaß dabei wünschen Euch Herr Bumms und Frau Dings.

Feminismusaktuell

Eine neue Folge beim Tachelespodcast: Von Fröschen, Schweinen und einem Ohrenorgasmus – oder, warum der Jugendschutz auf dem Laufsteg nicht zählt

Podcast

Sofia Macheten Ist ein vierzehnjähriges Mädchen aus Israel und spaltet zurzeit das moralische Empfinden der Modewelt.
Barbusig, nur mit einer transparenten Tunika bekleidet, lief sie bei einer Haute Couture Veranstaltung. Frau Dings und Herr Bumms
betrachten das Treiben des Modebiz unter den Aspekten Jugendschutz, Kindeswohlgefährdung und der Entwicklung der Persönlichkeit.

Warum rührt es ein ganzes Volk zu Tränen, wenn ein Schwein und ein Frosch sich trennen und dies nicht im Sinne des Fleischereifachhandwerks? Das bleibt ebenso eine nette Anekdote unserer heutigen Folge, wie auch das Forschungsergebnis einer US-Neurowissenschftlerin zum Thema Ohrensex.

Unser Tipp zur heutigen Sendung an alle Hörer: Setzt die Kopfhörer auf und lasst euch zuerst einmal mit Rachmaninows 2tem Klavierkonzert beschallen, bevor ihr unseren Podcast hört.

Bei Risiken oder Nebenwirkungen fragen Sie wie immer ihren Arzt oder Apotheker – oder Ihren Sexualtherapeuten.

Und nun viel Spaß beim Hören.

Frauen sind auch Schweine

Schwein

Klingt dramatisch, ist es jedoch weniger als gedacht. Wenn an dieser Stelle von Frauenschweinen die Rede sein soll, dann von einer ganz bestimmten Schweinedame. Miss Piggy, die am Anfang des Monats mit dem First Award des Sackler Museums in Brooklyn für feministische Kunst ausgezeichnet wurde. Dieser Preis wird an Persönlichkeiten verliehen, die in ihrer Branche Weitreichendes für das eigene Geschlecht erreicht haben. Hat sie, die blonde Miss. Auch wenn ein Mann sie bewegt wie kein anderer. Der Mann, der ihrer Handpuppe Leben einverleibt. Was nichts an ihrer Rolle ändert, die sie schweinemäßig verkörpert. Miss Piggy ist Frau, durch und durch. Wenn Miss Piggy für etwas steht, dann für ihren eigenen Kopf. Den sie durchsetzt, auch wenn ihr das nicht nur  Sympathien einbringt. Sie lamentiert nicht darüber, dass die äußeren Umstände sie daran hindern so zu sein, wie sie es will. Sie ist wie sie will. Und wenn ihr Umfeld sich damit nicht abfinden will, bekommt es einen Handkantenschlag ins Genick.
Nicht dass ich das gut heiße. Gewalt ist keine Lösung! Und das Leben kein Puppenspiel! Dennoch scheint Miss Peggy in ihrer Welt einen passenden Weg gefunden zu haben. Im übertragenen Sinne gesehen: Sie macht was sie will. Wem das nicht passt, der solle sich ducken. Das wünsche ich mir auch. Nicht, dass andere sich ducken, sondern eine Welt voller Frauen, die machen was sie wollen. Ja: Die äußeren Umstände sind oft nicht die besten, um es Frauen leicht zu machen. Ja: Wir verdienen weniger! Ja: Es gibt eine Ungerechtigkeit. Ja: Ich weiß das alles und es regt auf UND ich tue was ich kann….ABER: Ich lebe in dieser Welt und entscheide mich jeden Tag aufs neue nicht in die gleichen Fallen zu tappen (Wen heirate ich und vor allem: Warum? Ziehe ich dem Mann meines Lebens hinterher oder er mir? Gibt es einen Kompromiss? Gebe ich dafür eine Arbeitsstelle auf? Welche Arbeitsstelle strebe ich überhaupt an UND wie wird diese bezahlt?…). Solche Fragen bewegen gerade jüngere Frauen und es ist gut hinzuschauen und sich klar zu werden, welche Motive leiten mich. Lebensentscheidungen werden ja oft im Namen der Liebe getroffen. Schön und hilfreich ist dann, wenn ausreichend Eigenliebe vorhanden ist, damit diese dafür Sorge trägt, dass man sich selbst nicht im Namen der Liebe direkt ins Abseits stellt. Wenn dann der Nachwuchs unterwegs ist… aber dafür wird es einen eigenen Blogbeitrag brauchen und an dieser Stelle den Rahmen sprengen.
Abschließend muss ich mir eingestehen, dass ich sicherlich keinen Politiker davon überzeugen werde an den Stellschrauben zu drehen, die meines Erachtens dazu dienen mehr Gleichberechtigung in die Welt zu tragen. Aber: Jeden Tag ein bisschen mehr Miss Piggy sein, könnte nicht schaden. Kein Handkantenschlag (Gewalt ist keine Lösung!), aber ein bisschen mehr Schwein sein beim eigenen Lebensentwurf. Da könnten wir der Schweinedame ein wenig nacheifern.

Vom großen Glück der kleinen Dinge

HerbstDeich

Die Frau saß auf einer Bank und schaute dem morgendlichen Nebel zu wie er über das Meer glitt. Sie atmete aus. Eine Nebelwolke zierte ihren Mund. Zur selben Zeit lichtete sich der Nebel im Kopf, den sie mit sich trug seit sie denken konnte. Er wurde durchsichtig, sackte zu Boden und legte Gedanken frei. Ihr bisheriges Leben glich einem Staffellauf. Sie rannte. Schon immer für ein glücklicheres Leben. Ein nie enden wollender Sprint. Sie hatte Menschen überholt. Manche hatten versucht mit ihr Schritt zu halten und sie ein Stück begleitet. Andere waren an ihr vorbeigezogen. Es hatte Stationen in ihrem Leben gegeben, da war sie langsamer gewesen, fast ohne jede Regung. Sie hatte gezweifelt, aber ihr Körper hatte sich immer wieder in Bewegung gesetzt. Wer sich nicht bewegt, bewegt nichts. In Bewegung bleiben. Vor allem im Kopf. Seit dieser den Stillstand aufgegeben hatte, sie in anderen Bahnen dachte und die alten ausgetretenen Pfade verließ, sah sie immer wieder das Glück. Es zeigte sich scheu, zurückhaltend und lugte in überraschenden Momenten hinter versteckten Ecken hervor. Stets hatte sie angenommen das Glück wäre groß. Ein Tusch! Pauken und Trompeten spielen zur Höchstform auf. Das Glück zeigte sich jedoch klein. Es tropfte hier und da ein wenig vor die Füße. Es huschte durch den Blick eines geliebten Menschen, mal war es in Form eines Kinderlachens zu hören. Ein Geruch, der gute Erinnerungen auslöste. Eine Farbe im Halstuch der Frau auf dem Sitzplatz gegenüber in der U-bahn, eine liebende Hand, die einem den Kaffee reicht, der Blick in den nicht ganz blauen Himmel, der sich gegen die Wolken durchgesetzt hat…. schaute man genau hin, war das Glück nicht zu übersehen.

Die Frau betrachtete das Glück als ein Puzzle mit mehr als tausend Teilen. Man findet sein Leben lang kleine Teile, an Stellen die man nicht erwartete. Setzt man die Teile zusammen, entsteht das Bild eines Ganzen. Nur das Finden wollen und das Hinschauen war wichtig. Wer suchet, der findet.  Auch das Glück.

Eine neue Folge beim Tachelespodcast: Der Sprache auf den Leib gerückt

Tachelespodcast

In dieser Ausgabe des Tachelespodcast rücken Frau Dings und Herr Bumms der Sprache auf den Leib. Wie entstehen sprachliche Eigenheiten, welche Funktion haben Floskeln und was passiert, wenn es einem die Sprache verschlägt?
Ausgehend von der Tatsache, dass die Kommunikation viele Möglichkeiten beinhaltet, versuchen wir beide herauszufinden, welche Grenzen es gibt und warum Missverständnisse, Unausgesprochenes und das Kleben an althergebrachten Sprachmustern dazu führen, dass Beziehungen zum Scheitern verurteilt sind. Bei diesem umfassenden Thema ist klar, dass viele Fragen offen bleiben, auch wenn die angestrebten zwanzig Minuten Sendezeit etwas überzogen wurden. Vielleicht ist dennoch für den einen oder anderen etwas Erhellendes dabei.

Viel Spaß beim Hören wünschen Frau Dings und Herr Bumms.

tahelespodcast.de