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Urlaub im Alltag, die 6te: Die kleinen fünf

Um abzuschalten ist ein Urlaub genau das richtige. Allerdings eignet sich dieser nur für ein paar Wochen im Jahr, um den Stress abzubauen. Laut Statista wurden 2018 ca 71,2 Milliarden Euro für Urlaub ausgegeben https://de.statista.com/statistik/daten/studie/220264/umfrage/urlaubsreiseausgaben-der-deutschen/. Wir lassen uns das Ausspannen einiges Kosten. Aber was ist mit den restlichen 47-51 Wochen im Jahr, die bleiben, um den Alltag zu genießen? In denen es sich nicht nach Afrika fliegen lässt, um die großen fünf (vor dem Aussterben bedrohte Tierarten: Löwe, Leopard, Büffel, Elefant und Nashorn) zu beobachten? Diese Tiere, die früher als the Big Five unter Großwildjägern gehandelt wurden, weil sie so schwer zu erlegen sind. Heute werden sie beobachtet (hoffentlich ist das immer so!), was ein großes Glück ist!

Aber zurück zu der Frage, was lässt sich in den verbleibenden Wochen des Jahres tun, in denen man zuhause ist? Eine Ärztin in meinem persönlichem Umfeld, die den letzten Safariurlaub in Afrika gerade beendet hatte, schilderte eindrücklich, dass es für sie die absolute Entspannung war darauf zu warten, dass ein Gorilla zum Wasserloch kam. Stundenlang konnte sie da sitzen und warten. Sitzen, warten, nichts tun=absolute Entspannung. Das machte mich nachdenklich. Ob das auch außerhalb von Afrika und ohne Gorillas machbar ist?

Als ich neulich versuchte eine Schnecke zu fotografieren, kam mir die Idee der kleinen fünf. Wenn das Entspannen einsetzt, während man darauf wartet, dass Tiere vorbei kommen, dann lässt sich das im heimischen Garten oder Park leicht herstellen. Kleine Lebewesen, die wir alle vor der Haustür haben, eigenen sich hervorragend: Schnecke, Igel, Biene, Kohlmeise und Co. könnten unsere Entspannungsobjekte werden. Gerade was Igel angeht, kann ich aus eigener Erfahrung berichten, dass ich häufig abends im Dunkeln in meinem Garten sitze und darauf warte, dass mein Mitbewohner rauskommt und sich an den Nacktschnecken satt frisst. Aber auch Frösche hüpfen in meinem Garten fröhlich umeinander, die ebenfalls beobachtet werden können. Und Bienen sind momentan sowieso ganz hoch auf der Beliebtheitsskala. An vielen Feldern lassen sich die Bienen in den extra dafür angebauten Bienenfleiß beobachten. Und wer einen Balkon oder einen Garten hat, kann für ein paar Euro Samen kaufen und selbst Bienen anlockende Blumen säen, um danach entspannend zu beobachten.

Also, auf die Plätze los und: Warten und beobachten! Das entspannt! Und das beste daran: Es lässt sich jeden Tag in den Alltag einbauen. Dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr – kostenlos und klimaschonend!

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