Beihilfe und Beihilfe

beihilfe

Juristisch kommt der Begriff BEIHILFE aus dem Strafrecht:

Der Begriff Beihilfe hat im Strafrecht Deutschlands eine Bedeutung, die sich wesentlich von dem sonstigen rechtlichen oder ökonomischen Gebrauch unterscheidet.

Die Beihilfe (§ 27 Abs. 1 StGB) im Sinne des deutschen Strafrechts ist – neben der Anstiftung – eine der zwei Teilnahmeformen. Eine Beihilfe liegt dann vor, wenn jemand (der Gehilfevorsätzlich einen Täter bei der Begehung einer Straftat unterstützt. https://de.wikipedia.org/wiki/Beihilfe_(Strafrecht)

An dieser Stelle soll es um die andere Beihilfe gehen, die selbstverständlich NICHTS mit der oben erwähnten Beihilfe zu tun hat.

Dieser Beitrag wollte schon lange geschrieben werden. Immer wieder hat er sich in meinem Kopf gemeldet mit der Erinnerung: „Schreib mich endlich, dann spu(c)ke ich auch nicht mehr in Deinem Kopf herum!“ Gesagt – getan und (hoffentlich) endlich abgehakt.

Wird ein Beamter krank, steht ihm Beihilfe zu, die (je nach Anzahl der Kinder) 50 – 70 % der bei Krankheit entstehenden Kosten trägt. Die fehlenden Prozent müssen über eine private Krankenversicherung abgedeckt werden.

Klingt gut? Ist es in vielen Fällen auch. Der Vorteil ist ganz klar: Es müssen nur die fehlenden Prozent abgedeckt werden. Ist man gesund – ist alles super.

Die Nachteile offenbaren sich erst bei Erkrankungen.

Die bei Krankheit entstehenden Arztkosten bekommt der Patient per Post. Dann muss er zwei Anträge fertig machen, um die Kosten von der Beihilfe und der privaten Krankenversicherung wieder bekommen zu können. Selbst wenn man den Antrag sofort nach Erhalten der Rechnung stellt, ist zu erwarten, dass die entstandenen Kosten vom Patienten vorgestreckt werden müssen. Das Eintreffen der Euros und das Zahlungsziel der Rechnung überschneiden sich in der Regel leider nicht. Bei einer telefonischen ärztlichen Beratung, für die ein Arzt nicht mal 15 Euro bekommt, hält sich der Schaden in Grenzen. In meinem Fall warte ich nun schon seit November auf vorgestreckte Kosten im Wert von ca.  4500 Euro. Wie gesagt: Nachteile offenbaren sich erst im Krankheitsfall. Da bin ich aber in guter Gesellschaft. Die Beihilfe ist momentan überarbeitet, ich kenne einige, die auf die Überweisung ihrer Kosten warten.

Diese Überarbeitung ist sicherlich auch der Grund dafür, dass die Beihilfe beim Weiterleiten meines REHA- Antrags an das Gesundheitsamt vergessen hat, meine Diagnose- und Entlassungspapiere des Krankenhauses zu zuschicken. Als ich beim Gesundheitsamt vorstellig wurde, um zu erfragen, warum ich erst drei Monate nach meiner Krankenhausentlassung (JETZT brauche ich keine REHA mehr! Ich ging zu Fuß zum Gesundheitsamt!) einen TERMIN zur Untersuchung bei der Amtsärztin bekomme, wurde mir meine Akte gezeigt. Da war wenig drin. Vor allem fehlten die entscheidenden Papiere meiner unfallbedingten Erkrankungen.  Die Frau beim Gesundheitsamt war sehr verständnisvoll, wies mich auf die Möglichkeit einer Kur hin und erklärte das Vorgehen mit der dürftigen Aktenlage. Hätte die Beihilfe alle Unterlagen geschickt, hätte ich sicherlich eine Reha bekommen….hätte hätte Fahrradkette….

Letztendlich hoffe ich das Kapitel Krankheit nun abschließen zu können. Ich hab es aufgeschrieben und mache nun einen Haken dran. Die Erkenntnis der letzten Monate: Wenn Du willst, das etwas getan wird – tu es selbst. (Glücklich der, der das kann!)

Eine Frage die bleiben wird: Warum heißt die Beihilfe Beihilfe? Die Bei-Hilfe zum Gesund-werden kann es aus meiner Sicht nicht sein…..

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