Aus der Rubrik Diskriminierung im Alltag: Als Mann…

FrauFreundin

Hin und wieder überkommt mich der Gedanke, dass ich es zu genau nehme mit der Gleichberechtigung. Immer wenn das passiert, schafft der Alltag Situationen, die diesen Gedanken auslöschen. Erst kürzlich traf ich auf beruflicher Ebene mit einem Mann zusammen, mit dem ich mich über ein abgegrenztes Thema austauschen musste. Rein fachlicher war dies problemlos. Schließlich war thematisch alles gesagt und der Herr und ich gerieten in einen abschließenden Smalltalkmodus. Und dann erklärte er mir, dass er eine Tätigkeit, die er vorher ausgeführt hatte beendete, weil abzusehen gewesen wäre, dass diese nur den Vormittag ausgefüllt hätte. Abschließen sagte er folgenden Satz: „Für einen Mann ist das ja nichts.“ Da musste ich ihm Recht geben. Sowas ist für niemanden etwas und ich unterdrückte die Frage: „Für eine Frau schon?“
Natürlich hat der Mann immer noch die Rolle des Ernährers in unserer Gesellschaft (ob er will oder nicht). Was ebenfalls offensichtlich ist: Die Gleichberechtigung lässt auf sich warten. Und so lange würde ich mir wünschen, dass solche Sätze reflektierter gesagt würden. Oder am besten gar nicht, dann klappt es auch schneller mit der Gerechtigkeit und Männer dürften auch mal Halbtags arbeiten.

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